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Bayern/Sachsen: Große Hoffnung auf baldigen Fortschritt bei der Franken-Sachsen-Magistrale – Planungsauftrag „gegen Ostern“
Erschienen am: 11.02.2026 /Quelle: LOK Report – Aus den Ländern
Bei der Elektrifizierung der international bedeutsamen Strecke zeichnet sich die Fortführung der seit 4 Jahren unterbrochenen Planungen ab. Nach einer Kabinettssitzung in München betonte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU), dass die Planungen mit Hochdruck vorangetrieben werden: „Bei der Franken-Sachsen-Magistrale sind wir auf einem guten Weg. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir die nächsten Schritte bald gehen können.“ Ziel sei es, rasch Baureife zu erreichen und die Finanzierung sicherzustellen. Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) ergänzte, er erwarte, „dass gegen Ostern die Planungsverträge unterzeichnet sind“. Damit könne der nächste entscheidende Schritt zur Elektrifizierung der Strecke eingeleitet werden. Bereits bei den anstehenden Planungen der maroden Pegnitzbrücken müsse die Elektrifizierung von Beginn an mitgedacht werden: „Das habe ich vom ersten Tag an klar gesagt.“ Zusätzlichen Druck erhält das Projekt durch seine internationale Dimension. Der tschechische Ministerpräsident Andrej Babiš stellte einen Tag vor der Kabinettssitzung die Frage, ob „Deutschland wirklich daran interessiert ist weiterzubauen.“ Zum gemeinsamen Ausbau der Bahnstrecke Nürnberg – Cheb – Plzeň – Praha hatten sich beide Länder in einem Abkommen 1995 verpflichtet. Während Tschechien seinen Teil bereits 2012 umgesetzt hat, wartet der deutsche Abschnitt bis heute auf die Umsetzung. Ministerpräsident Markus Söder unterstrich die strategische Bedeutung der bislang „unterentwickelten“ Ost-West-Verbindungen. Die Franken-Sachsen-Magistrale sei „ganz zentral für die Entwicklung“ Bayerns. Tschechien sei inzwischen der viertwichtigste Handelspartner des Freistaats, täglich pendelten rund 25.000 Menschen über die Grenze. Gerade im Grenzraum sei die Verkehrsinfrastruktur das wichtigste Zukunftsthema. Auch die Oberbürgermeister des Sächsisch-Bayerischen Städtenetzes haben im Januar in Plauen die sofortige Wiederaufnahme der Planungen gefordert, damit die mehrjährige E…
Bei der Elektrifizierung der international bedeutsamen Strecke zeichnet sich die Fortführung der seit 4 Jahren unterbrochenen Planungen ab. Nach einer Kabinettssitzung in München betonte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU), dass die Planungen mit Hochdruck vorangetrieben werden: „Bei der Franken-Sachsen-Magistrale sind wir auf einem guten Weg. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir die nächsten Schritte bald gehen können.“ Ziel sei es, rasch Baureife zu erreichen und die Finanzierung sicherzustellen.
Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) ergänzte, er erwarte, „dass gegen Ostern die Planungsverträge unterzeichnet sind“. Damit könne der nächste entscheidende Schritt zur Elektrifizierung der Strecke eingeleitet werden. Bereits bei den anstehenden Planungen der maroden Pegnitzbrücken müsse die Elektrifizierung von Beginn an mitgedacht werden: „Das habe ich vom ersten Tag an klar gesagt.“
Zusätzlichen Druck erhält das Projekt durch seine internationale Dimension. Der tschechische Ministerpräsident Andrej Babiš stellte einen Tag vor der Kabinettssitzung die Frage, ob „Deutschland wirklich daran interessiert ist weiterzubauen.“ Zum gemeinsamen Ausbau der Bahnstrecke Nürnberg – Cheb – Plzeň – Praha hatten sich beide Länder in einem Abkommen 1995 verpflichtet. Während Tschechien seinen Teil bereits 2012 umgesetzt hat, wartet der deutsche Abschnitt bis heute auf die Umsetzung.
Ministerpräsident Markus Söder unterstrich die strategische Bedeutung der bislang „unterentwickelten“ Ost-West-Verbindungen. Die Franken-Sachsen-Magistrale sei „ganz zentral für die Entwicklung“ Bayerns. Tschechien sei inzwischen der viertwichtigste Handelspartner des Freistaats, täglich pendelten rund 25.000 Menschen über die Grenze. Gerade im Grenzraum sei die Verkehrsinfrastruktur das wichtigste Zukunftsthema.
Auch die Oberbürgermeister des Sächsisch-Bayerischen Städtenetzes haben im Januar in Plauen die sofortige Wiederaufnahme der Planungen gefordert, damit die mehrjährige Erneuerung der 18 Pegnitzbrücken mit der Elektrifizierung verknüpft werden kann. „Die jährlichen Streckensperrungen für die Brückenarbeiten sind lang genug, dass sie auch für die Arbeiten an den Tunnel und an den Fahrleitungen genutzt werden können. Das reduziert die Sperrzeiten und spart Zeit und Kosten. Da die Planungen für die neuen Brücken bereits weit fortgeschritten sind, muss die Planung der Elektrifizierung rasch nachgezogen werden“, so die Oberbürgermeister, „nur so kann auch der Bauablauf im engen Pegnitztal optimal aufeinander abgestimmt werden“.
Stimmen aus der Region
Armin Kroder, Landrat Nürnberger Land
„Die Signale aus der Kabinettssitzung sind der richtige Weg. Die Menschen im Pegnitztal brauchen Planungssicherheit. Wenn sich die Vollsperrungen bis Mitte der 2030er Jahre aneinanderreihen, sprechen wir nicht mehr von einer Baustelle, sondern von einem dauerhaften Krisenmodus. Deshalb muss jetzt die Entwurfs- und Genehmigungsplanung starten, damit Elektrifizierung und Brückenneubau gemeinsam umgesetzt werden können und bis 2029 Baureife erreicht ist.“
Peter Berek, Landrat Wunsiedel
„Es ist ein gutes Signal, dass Bund und Freistaat einen schnellen weiteren Weg angekündigt haben. Während unsere tschechischen Nachbarn längst geliefert haben, dürfen wir jetzt keine weitere Zeit verlieren. Vertrauen entsteht nur durch Umsetzung.“
Florian Wiedemann, Landrat Bayreuth
„Die Kabinettssitzung in München hat gezeigt, dass die Appelle aus den Regionen angekommen sind. Wir freuen uns über die klaren Worte von Bund und Freistaat für die Franken-Sachsen-Magistrale, erwarten nun aber auch konkrete Schritte. Es muss nun strategisch vorausgedacht und Elektrifizierung und Brückenerneuerung gemeinsam geplant werden. Dafür muss jetzt die Grundlage geschaffen werden, damit dann auch koordiniert gebaut werden kann.“
Roland Grillmeier, Landrat Tirschenreuth
„Nach der Kabinettssitzung ist spürbar, dass neuer Schwung in das Projekt kommt. Wir begrüßen ausdrücklich, dass Bund und Freistaat einen schnellen weiteren Weg in Aussicht stellen. Das stärkt das Vertrauen in die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und in die Zukunft unserer Region.“
Dr. Oliver Bär, Landrat Hof
„Noch nie waren wir dem Ziel der Elektrifizierung näher. Die Bedeutung der Franken-Sachsen-Magistrale wurde erkannt und die Aussagen aus der Kabinettssitzung in München machen uns sehr zuversichtlich, dass es mit der Franken-Sachsen-Magistrale nun zügig vorangeht. Bund und Freistaat haben klar signalisiert, dass sie das Projekt voranbringen wollen.“
Klaus Peter Söllner, Landrat Kulmbach
„Die Kabinettssitzung hat deutlich gemacht, dass Bund und Freistaat die Bedeutung der Franken-Sachsen-Magistrale erkannt haben. Besonders erfreulich ist, dass nun Tempo in die Planungen kommen soll. Als Teil des europäischen Kernnetzes bietet die Strecke beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Förderung.“
Thomas Hennig, Landrat Vogtlandkreis
„Der ernsthafte Ausbauwille der Bayern ist ein gutes Signal in unsere Region. Mit einer modernen Bahnverbindung erschließen wir in beide Richtungen künftig auch die Großräume München und Nürnberg.“
Stimmen aus der Kabinettssitzung
MdL Hubert Aiwanger, stellvertretender bayerischer Ministerpräsident
„Bund und Freistaat haben sich klar zur Franken-Sachsen-Magistrale bekannt. Jetzt ist entscheidend, dass diesem Bekenntnis auch umgehend Taten folgen. Denn im Pegnitztal erleben wir eine Kette von Sperrungen, die unsere Region über Jahre hinweg ausbremst. Wenn die Bürgerinnen und Bürger diese Belastungen akzeptieren sollen, dann nur bei einer klugen Bündelung der Maßnahmen – deshalb muss jetzt geplant werden, damit Elektrifizierung und Brückenerneuerung ab 2029 abgestimmt und effizient umgesetzt werden können.“
MdL Martin Schöffel, Staatssekretär der Finanzen und für Heimat
„Ich habe die Bedeutung der Franken-Sachsen-Magistrale im Kabinett angesprochen und freue mich sehr über die positiven Signale von Bundesminister Patrick Schnieder und Parl. Staatssekretär Ulrich Lange und den klaren Willen von Bund und Land, das Projekt zu beschleunigen. Wenn jetzt Planung und Elektrifizierung zusammen gedacht werden, profitieren Fahrgäste, Wirtschaft und Kommunen gleichermaßen. Das ist eine große Chance für unsere Region. Die Baumaßnahmen müssen gut koordiniert werden und Elektrifizierung und Brückenbau zeitgleich umgesetzt werden.“
Nächste Schritte: Schneller Planungsbeginn
Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags hat im November 2025 die finanziellen Voraussetzungen geschaffen, um die Weiterplanung der Franken-Sachsen-Magistrale wieder aufzunehmen. Damit kann das Bundesverkehrsministerium DB InfraGO kurzfristig mit der Planung beauftragen. Ziel ist es, die Elektrifizierung mit der Erneuerung der Pegnitztal-Brücken zu bündeln und ab 2030 gemeinsam umzusetzen. Dieses Vorgehen wird von Bund, Freistaat Bayern und DB InfraGO gemeinsam getragen und wurde zur Sitzung des Bayerisch-Sächsischen-Städtenetzes im Januar dieses Jahres in Plauen von allen Oberbürgermeistern und Oberbürgermeisterinnen gefordert.
Fakten zur Franken-Sachsen-Magistrale
• Ohne Elektrifizierung ist keine leistungsfähige Schienenverbindung nach Tschechien möglich.
• Auf deutscher Seite ist bislang nur 1 von 14 Grenzübergängen elektrifiziert (Dresden–Praha), diese Strecke ist stark überlastet.
• Die Franken-Sachsen-Magistrale wäre die erste durchgehend elektrifizierte Verbindung zwischen München und Praha.
• Der Bund hat im Koalitionsvertrag festgehalten, zentrale Verkehrsachsen nach Tschechien zügig auszubauen.
• Die Bedeutung der Strecke wird auch vom Fahrgastverband PRO BAHN betont, der seinen Bundesverbandstag 2026 in Hof ausrichtet (13.–15. März).
Pressemeldung Logistik Agentur Oberfranken e.V. / Geschäftsstelle Bahnelektrifizierung Bayern-Sachsen-Böhmen
Baden-Württemberg: Kein Grund zum Feiern – Baustart Pfaffensteigtunnel ist ein fatales Signal für die Gäubahn
Erschienen am: 11.02.2026 /Quelle: LOK Report – Aus den Ländern
Fotos Pro Gäubahn-Landesbündnis. Das Pro Gäubahn-Landesbündnis reagiert mit scharfer Kritik und Empörung auf den Beginn der vorbereitenden Bauarbeiten für den Pfaffensteigtunnel – einem weiteren Versuch, die gravierenden Planungsfehler von Stuttgart 21 notdürftig zu kaschieren. Statt die internationale Bahnverbindung zwischen Stuttgart, Singen, Zürich und Mailand zu stärken, setzen Deutsche Bahn, Bund und Politik erneut ein verkehrspolitisch falsches, ökonomisch unverantwortliches und klimapolitisch schädliches Signal. Der Pfaffensteigtunnel ist und bleibt eine teure, unwirtschaftliche und verkehrlich sinnlose Fehlplanung, so das Pro Gäubahn Landesbündnis. Er löst kein einziges der strukturellen Probleme der Gäubahn und verschlechtert ihre Leistungsfähigkeit langfristig. Mit einem Nutzen-Kosten-Faktor von unter 0,3 ist das Projekt ökonomisch nicht zu rechtfertigen und hätte nach allen anerkannten Bewertungsmaßstäben niemals genehmigt werden dürfen. Besonders absurd ist: Die Deutsche Bahn hat bis heute keinen einzigen der Tunnel von Stuttgart 21 auch nur annähernd planmäßig fertigstellen können. Massive Kostensteigerungen, jahrelange Verzögerungen und technische Probleme sind dort längst die Regel. Anstatt diese selbst verschuldete Misere aufzuarbeiten, setzt die DB nun auf ein Ablenkungsmanöver – und will mit dem Pfaffensteigtunnel ausgerechnet den längsten Eisenbahntunnel Deutschlands oben drauf setzen. Ein weiteres Hochrisikoprojekt soll davon ablenken, dass Stuttgart 21 insgesamt außer Kontrolle geraten ist. „Wir sehen diesen Baustart nicht als Fortschritt, sondern als verkehrspolitische Bankrotterklärung“, erklärt Hendrik Auhagen, Sprecher von Pro Gäubahn Konstanz. „Die Gäubahn wird damit faktisch von ihrer bewährten, leistungsfähigen Trasse abgehängt und in eine umständliche, störanfällige Sackgasse über Flughafen und Tiefbahnhof gezwungen – zulasten der Fahrgäste, der Zuverlässigkeit und des internationalen Schienenverkehrs.“ Das Landesbündnis kritisiert insbe…


Fotos Pro Gäubahn-Landesbündnis.
Das Pro Gäubahn-Landesbündnis reagiert mit scharfer Kritik und Empörung auf den Beginn der vorbereitenden Bauarbeiten für den Pfaffensteigtunnel – einem weiteren Versuch, die gravierenden Planungsfehler von Stuttgart 21 notdürftig zu kaschieren. Statt die internationale Bahnverbindung zwischen Stuttgart, Singen, Zürich und Mailand zu stärken, setzen Deutsche Bahn, Bund und Politik erneut ein verkehrspolitisch falsches, ökonomisch unverantwortliches und klimapolitisch schädliches Signal.
Der Pfaffensteigtunnel ist und bleibt eine teure, unwirtschaftliche und verkehrlich sinnlose Fehlplanung, so das Pro Gäubahn Landesbündnis. Er löst kein einziges der strukturellen Probleme der Gäubahn und verschlechtert ihre Leistungsfähigkeit langfristig. Mit einem Nutzen-Kosten-Faktor von unter 0,3 ist das Projekt ökonomisch nicht zu rechtfertigen und hätte nach allen anerkannten Bewertungsmaßstäben niemals genehmigt werden dürfen.
Besonders absurd ist: Die Deutsche Bahn hat bis heute keinen einzigen der Tunnel von Stuttgart 21 auch nur annähernd planmäßig fertigstellen können. Massive Kostensteigerungen, jahrelange Verzögerungen und technische Probleme sind dort längst die Regel. Anstatt diese selbst verschuldete Misere aufzuarbeiten, setzt die DB nun auf ein Ablenkungsmanöver – und will mit dem Pfaffensteigtunnel ausgerechnet den längsten Eisenbahntunnel Deutschlands oben drauf setzen. Ein weiteres Hochrisikoprojekt soll davon ablenken, dass Stuttgart 21 insgesamt außer Kontrolle geraten ist.
„Wir sehen diesen Baustart nicht als Fortschritt, sondern als verkehrspolitische Bankrotterklärung“, erklärt Hendrik Auhagen, Sprecher von Pro Gäubahn Konstanz. „Die Gäubahn wird damit faktisch von ihrer bewährten, leistungsfähigen Trasse abgehängt und in eine umständliche, störanfällige Sackgasse über Flughafen und Tiefbahnhof gezwungen – zulasten der Fahrgäste, der Zuverlässigkeit und des internationalen Schienenverkehrs.“
Das Landesbündnis kritisiert insbesondere:
• Verdrängung des echten Ausbaus: Der dringend notwendige zweigleisige Ausbau zwischen Horb und Tuttlingen wird weiter auf unbestimmte Zeit verschoben – mit gravierenden Folgen für Pünktlichkeit, Kapazität und Klimaschutz.
• Milliardenverschwendung statt Verkehrswende: Öffentliche Gelder fließen in einen Tunnel ohne verkehrlichen Mehrwert, während sinnvolle und wirksame Investitionen in den Ausbau der Gäubahn systematisch blockiert werden.
• Gefährdung der internationalen Verbindung: Die neue Streckenführung schwächt eine zentrale Nord-Süd-Achse des europäischen Bahnnetzes und gefährdet die Anbindung an den stabilen und verlässlichen Schweizer Taktfahrplan.
• Steigendes Bau- und Betriebsrisiko: Nach den Erfahrungen mit den S-21-Tunneln drohen auch beim Pfaffensteigtunnel jahrelange Verzögerungen, Kostenexplosionen und dauerhafte Betriebsprobleme – auf Kosten der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler.
Das Pro Gäubahn-Landesbündnis fordert Bundesregierung und Deutsche Bahn daher mit Nachdruck auf:
• den Bau des Pfaffensteigtunnels unverzüglich zu stoppen,
• die vorgesehenen Mittel stattdessen in den zügigen und vollständigen zweigleisigen Ausbau der Gäubahn zu investieren,
• den Stuttgarter Kopfbahnhof dauerhaft als zentrale Anbindung der Gäubahn zu sichern und die geplante Kappung der Strecke endgültig zu unterlassen.
„Der gestrige Baustart ist kein Grund zur Freude – er ist ein Warnsignal“, betont Hans-Jörg Jäkel vom Gäubahnkomitee Stuttgart. „Wer jetzt weiter Milliarden in neue Tunnel steckt, statt bestehende Strecken leistungsfähig auszubauen, verspielt bewusst die Zukunft der Gäubahn. Dagegen werden wir uns weiter mit Nachdruck weiter.“
Info
Das Pro Gäubahn-Landesbündnis wurde am 9.3.24 in Rottweil gegründet. Das Bündnis vertritt die Interessen der Bahnstrecke Stuttgart – Böblingen – Horb – Rottweil – Tuttlingen – Singen (-Zürich / Konstanz).
Mitglieder des Pro Gäubahn-Bündnisses sind u.a.:
• Pro Gäubahn-Initiative Rottweil – Wir wollen zum Hauptbahnhof
• Interessengemeinschaft Gäubahn in Freudenstadt
• Pro Gäubahn Singen – Singener Gäubahn-Initiative
• Pro Gäubahn Tuttlingen
• Pro Gäubahn Konstanz
• Gäubahnkomitee Stuttgart – Wir wollen zum Bodensee
• Deutsche Umwelthilfe (DUH)
• Bund für Umwelt- und Naturschutz Baden-Württemberg e.V. (BUND)
• Verkehrsclub Deutschland (VCD) Landesverband Baden-Württemberg
• VCD Kreisverband Konstanz
• Mobilitätswendeallianz Baden-Württemberg
• Schutzgemeinschaft Filder e.V.
• Naturfreunde Württemberg e.V.
• Fraktion Linke/SÖS im Gemeinderat Stuttgart
• Die Linke, Kreisverband Konstanz
• Matthias Gastel MdB – Bündnis 90/Die Grünen
• Bündnis 90/ Die Grünen Kreisverbände Rottweil, Tuttlingen, Schwarzwald-Baar und Konstanz
• SPD-Kreisverbände Freudenstadt, Rottweil und Tuttlingen
Pressemeldung Pro Gäubahn-Landesbündnis
Baden-Württemberg: Kochertalbahn – Entscheidung über Trasse bis Ende 2026
Erschienen am: 11.02.2026 /Quelle: LOK Report – Aus den Ländern
Fotos Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg/Nicole Okel. Die geplante Reaktivierung der Kochertalbahn zwischen Waldenburg und Künzelsau kommt voran. Bei einer Informationsveranstaltung in der Carl-Julius-Weber-Halle in Kupferzell diskutierten rund 300 Bürger:innen, kommunale Vertreter:innen und Fachleute über mögliche Trassen, Kosten, Umweltaspekte und die künftige Anbindung der Region. Bis Ende 2026 soll eine bevorzugte Trasse feststehen. Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann betonte, dass das Projekt nur im konstruktiven Miteinander gelingen könne. „Das Projekt lässt sich nur im Miteinander realisieren und nicht gegen Widerstände“, sagte er bei der Infoveranstaltung. Die Stadt Künzelsau führt seit 2025 die Projektträgerschaft und will die Gemeinden Kupferzell und Waldenburg wieder stärker einbinden, nachdem diese 2024 ihre finanzielle Unterstützung vorerst eingestellt hatten. Die Vorplanung stützt sich auf eine Machbarkeitsstudie, die die gesamtwirtschaftliche Sinnhaftigkeit bestätigt. Ingenieurbüros untersuchen aktuell zwei Varianten: eine Trasse durchs Künsbachtal und eine Tunnelvariante. Die Kosten liegen grob zwischen 194,5 und 274 Millionen Euro. Bund und Land könnten bis zu 90 Prozent der förderfähigen Baukosten sowie 75 Prozent der Betriebskosten übernehmen. Moritz Link vom Verkehrsministerium unterstrich die aktuell günstigen Förderbedingungen: „Die Voraussetzungen zur Realisierung des Projekts [waren] noch nie so günstig.“ Ein Schwerpunkt der Diskussion war die Umwelt- und Verkehrsverträglichkeit. Besonders der bisher viel genutzte Radweg auf der früheren Bahntrasse könnte bei einer Reaktivierung wegfallen. Planer:innen prüfen Alternativen, um Eingriffe in bestehende Wege möglichst gering zu halten. Auch Fragen zum Lärmschutz, zur ÖPNV‑Verzahnung und zum Erhalt regionaler Buslinien standen im Fokus. Wegen gesetzlicher Vorgaben können parallele Bus‑ und Bahnangebote nicht dauerhaft bestehen. Für den Betrieb sind elektrisch angetriebene Stadtbahnzüge…


Fotos Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg/Nicole Okel.
Die geplante Reaktivierung der Kochertalbahn zwischen Waldenburg und Künzelsau kommt voran. Bei einer Informationsveranstaltung in der Carl-Julius-Weber-Halle in Kupferzell diskutierten rund 300 Bürger:innen, kommunale Vertreter:innen und Fachleute über mögliche Trassen, Kosten, Umweltaspekte und die künftige Anbindung der Region. Bis Ende 2026 soll eine bevorzugte Trasse feststehen.
Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann betonte, dass das Projekt nur im konstruktiven Miteinander gelingen könne. „Das Projekt lässt sich nur im Miteinander realisieren und nicht gegen Widerstände“, sagte er bei der Infoveranstaltung. Die Stadt Künzelsau führt seit 2025 die Projektträgerschaft und will die Gemeinden Kupferzell und Waldenburg wieder stärker einbinden, nachdem diese 2024 ihre finanzielle Unterstützung vorerst eingestellt hatten.
Die Vorplanung stützt sich auf eine Machbarkeitsstudie, die die gesamtwirtschaftliche Sinnhaftigkeit bestätigt. Ingenieurbüros untersuchen aktuell zwei Varianten: eine Trasse durchs Künsbachtal und eine Tunnelvariante. Die Kosten liegen grob zwischen 194,5 und 274 Millionen Euro. Bund und Land könnten bis zu 90 Prozent der förderfähigen Baukosten sowie 75 Prozent der Betriebskosten übernehmen. Moritz Link vom Verkehrsministerium unterstrich die aktuell günstigen Förderbedingungen: „Die Voraussetzungen zur Realisierung des Projekts [waren] noch nie so günstig.“
Ein Schwerpunkt der Diskussion war die Umwelt- und Verkehrsverträglichkeit. Besonders der bisher viel genutzte Radweg auf der früheren Bahntrasse könnte bei einer Reaktivierung wegfallen. Planer:innen prüfen Alternativen, um Eingriffe in bestehende Wege möglichst gering zu halten. Auch Fragen zum Lärmschutz, zur ÖPNV‑Verzahnung und zum Erhalt regionaler Buslinien standen im Fokus. Wegen gesetzlicher Vorgaben können parallele Bus‑ und Bahnangebote nicht dauerhaft bestehen.
Für den Betrieb sind elektrisch angetriebene Stadtbahnzüge vom Typ VDV Tram‑Train vorgesehen. Sie können Steigungen bis 8,5 Prozent bewältigen, wie sie auf dem Abschnitt zwischen Gaisbach und Künzelsau auftreten. Die geplante Fahrtzeit beträgt 18 Minuten zwischen Künzelsau und Waldenburg.
Das Fahrgastpotenzial wird konservativ auf 3.200 Personen pro Werktag geschätzt, rund eine Million im Jahr. Andere Reaktivierungen in Baden‑Württemberg zeigen, dass solche Prognosen oft übertroffen werden. Als Beispiel gilt die Schönbuchbahn, die deutlich mehr Menschen nutzen als erwartet.
Hohe Zustimmung der Bürger:innen
Eine Umfrage unter 2.765 Einwohner:innen aus dem Hohenlohekreis zeigt: 77,1 Prozent der Befragten freuen sich auf die Kochertalbahn, nur 15,8 Prozent tun das nicht.
Als weitere Schritte der Bürgerbeteiligung sind im März drei Beteiligungswerkstätten vorgesehen. Am 20. März um 18 Uhr in Waldenburg, am 21. März um 10 Uhr in Kupferzell und um 14.30 Uhr in Künzelsau. Sie sollen helfen, offene Fragen zu klären und Akzeptanz in allen beteiligten Kommunen zu stärken. Eine Anmeldung ist über die Projektwebseite kochertalbahn.info möglich.
Mehr zur Infoveranstaltung lesen Sie hier.
Pressemeldung Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg mbH
Baden-Württemberg: VRS sucht technische Beratung zur Fahrzeugbeschaffung für die S-Bahn Stuttgart
Erschienen am: 11.02.2026 /Quelle: LOK Report – Aus den Ländern
Der Verband Region Stuttgart, Körperschaft des öffentlichen Rechts, hat im Amtsblatt der Europäischen Union Technische Beratungs- und Unterstützungsleistungen für die S-Bahn Stuttgart mit einer Laufzeit von 8 Jahren ausgeschrieben (99815-2026). Der Verband Region Stuttgart (“VRS”) plant als Aufgabenträger des SPNV die Neuvergabe der Verkehrsdienstleistungen auf den Linien der S-Bahn Stuttgart und ausgewählten Nebenbahnen. Einen Teil der Fahrzeugflotte wird der VRS bereitstellen. Hierfür wird er vom derzeitigen Betreiber der S-Bahn Stuttgart voraussichtlich 56 Fahrzeuge vom Typ ET 430 erwerben. Da diese Fahrzeuge für die Erbringung der notwendigen Verkehrsleistungen nicht ausreichen werden, initiiert der VRS derzeit zur unterbrechungsfreien Sicherstellung der Fahrzeugverfügbarkeit einen Fahrzeugbeschaffungsprozess. Nach aktuellem Stand steht noch nicht fest, ob der VRS darüber hinaus vom Eisenbahnverkehrsunternehmen (“EVU”) bereitgestellte Gebrauchtfahrzeuge zulassen wird. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Bekanntmachung steht außerdem das Fahrzeugfinanzierungsmodell für die Neufahrzeuge noch nicht fest. Der VRS erwägt sowohl das sogenannte VRS-Eigentumsmodell als auch das sogenannte VRS-Lebenszyklusmodell. • Nach dem VRS-Eigentumsmodell beschafft der VRS vom EVU die für die Verkehrsleistungen erforderlichen Fahrzeuge und verpachtet diese für die Dauer des Verkehrsvertrages an das EVU zurück. Der VRS erwirbt die Fahrzeuge nicht unmittelbar vom Hersteller. Vielmehr erwirbt das EVU die Fahrzeuge vom Hersteller und übereignet diese anschließend an den VRS. Die Fahrzeugbeschaffung ist bei diesem Modell in die Ausschreibung der Verkehrsleistungen integriert. Da das EVU die Fahrzeuge beim Hersteller beschafft, ist der VRS nicht verpflichtet, den Bau der Fahrzeuge unmittelbar zu begleiten. Die Rolle des VRS beschränkt sich auf eine überwachende Rolle des EVU. • Nach dem VRS-Lebenszyklusmodell beschafft der VRS die Fahrzeuge – anders als im VRS-Eigentumsmodell – unmitte…
Der Verband Region Stuttgart, Körperschaft des öffentlichen Rechts, hat im Amtsblatt der Europäischen Union Technische Beratungs- und Unterstützungsleistungen für die S-Bahn Stuttgart mit einer Laufzeit von 8 Jahren ausgeschrieben (99815-2026).
Der Verband Region Stuttgart (“VRS”) plant als Aufgabenträger des SPNV die Neuvergabe der Verkehrsdienstleistungen auf den Linien der S-Bahn Stuttgart und ausgewählten Nebenbahnen. Einen Teil der Fahrzeugflotte wird der VRS bereitstellen. Hierfür wird er vom derzeitigen Betreiber der S-Bahn Stuttgart voraussichtlich 56 Fahrzeuge vom Typ ET 430 erwerben. Da diese Fahrzeuge für die Erbringung der notwendigen Verkehrsleistungen nicht ausreichen werden, initiiert der VRS derzeit zur unterbrechungsfreien Sicherstellung der Fahrzeugverfügbarkeit einen Fahrzeugbeschaffungsprozess.
Nach aktuellem Stand steht noch nicht fest, ob der VRS darüber hinaus vom Eisenbahnverkehrsunternehmen (“EVU”) bereitgestellte Gebrauchtfahrzeuge zulassen wird. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Bekanntmachung steht außerdem das Fahrzeugfinanzierungsmodell für die Neufahrzeuge noch nicht fest. Der VRS erwägt sowohl das sogenannte VRS-Eigentumsmodell als auch das sogenannte VRS-Lebenszyklusmodell.
• Nach dem VRS-Eigentumsmodell beschafft der VRS vom EVU die für die Verkehrsleistungen erforderlichen Fahrzeuge und verpachtet diese für die Dauer des Verkehrsvertrages an das EVU zurück. Der VRS erwirbt die Fahrzeuge nicht unmittelbar vom Hersteller. Vielmehr erwirbt das EVU die Fahrzeuge vom Hersteller und übereignet diese anschließend an den VRS. Die Fahrzeugbeschaffung ist bei diesem Modell in die Ausschreibung der Verkehrsleistungen integriert. Da das EVU die Fahrzeuge beim Hersteller beschafft, ist der VRS nicht verpflichtet, den Bau der Fahrzeuge unmittelbar zu begleiten. Die Rolle des VRS beschränkt sich auf eine überwachende Rolle des EVU.
• Nach dem VRS-Lebenszyklusmodell beschafft der VRS die Fahrzeuge – anders als im VRS-Eigentumsmodell – unmittelbar vom Hersteller. Hierzu würde der VRS eine gesonderte Ausschreibung durchführen, die neben der Beschaffung der Fahrzeuge auch die langfristige Sicherstellung der Verfügbarkeit der Fahrzeuge während des Betriebs zum Gegenstand hat. Das EVU ist also nicht direkt in die Fahrzeugbeschaffung eingebunden. Vielmehr ist der VRS dafür verantwortlich, den Hersteller auszuwählen und die Fahrzeugbeschaffung abzuwickeln. Der VRS muss im VRS-Lebenszyklusmodell die Fahrzeugbeschaffung (inklusive Fahrzeugbau), Abnahme und Instandhaltung der Fahrzeuge technisch fachgerecht begleiten. Der VRS würde die Fahrzeuge anschließend für die Dauer des Verkehrsvertrages dem EVU in einem funktionsfähigen Zustand zur Verfügung stellen.
Gegenstand der Ausschreibung sind technische Beratungs- und Unterstützungsleistungen zur Vorbereitung und Begleitung der Beschaffung neuer Schienenfahrzeuge für das S-Bahn-Netz der Region Stuttgart entweder im VRS-Eigentumsmodell oder im VRS-Lebenszyklusmodell. Die Leistungen des hier ausgeschriebenen technischen Beraters umfassen insbesondere die Prüfung, Ergänzung (ggf. durch weitere Anlagen) und vergabereife Aufbereitung bereits vorliegender technischer Lastenheftentwürfe für unterschiedliche Fahrzeugtypen, einschließlich der Erarbeitung technischer Spezifikationen zur Angleichung bestehender Gebrauchtfahrzeuge an Neufahrzeuge. Ziel ist es, in beiden Fahrzeugkategorien (Neu- und Bestandsfahrzeuge) ein möglichst einheitliches und vergleichbares Kundenerlebnis herzustellen. Zudem wird der technische Berater insbesondere die notwendigen technischen Dokumente zur Verkehrsausschreibung, u.a. zum Verkehrsvertrag sowie zu den Verträgen des VRS-Eigentumsmodells oder VRS-Lebenszyklusmodells, erstellen.
Im Auftrag des VRS wird bereits ein erster Entwurf für ein Fahrzeuglastenheft erarbeitet. Es ist nicht ausgeschlossen, dass sich dieses Unternehmen an dem Vergabeverfahren beteiligt. Der Auftraggeber wird alle Maßnahmen ergreifen, die erforderlich und angemessen sind, um einen Informations- und Wissensvorsprung des Unternehmens zu vermeiden.
Aufgabe des ausgewählten Beraters ist es zudem, den Auftraggeber bei der Vorbereitung und Durchführung der Fahrzeug- und Betriebsausschreibungen in allen technischen Fragen zu unterstützen. Für den Auftraggeber sind die Erfahrungen des Beraters mit Eigentums- und Lebenszyklusmodellen und Berechnungen der Energieverbräuche von Schienenpersonennahverkehrszügen von herausragender Bedeutung. Parallel zu der hier vorliegenden Vergabe wählt der VRS ein Unternehmen aus, das die Anforderungen an die neuen Fahrzeuge im Hinblick auf das Design und die Funktionalität aus Fahrgastsicht erarbeitet. Der VRS plant, bis Ende Juni 2026 alle notwendigen Unterlagen für die Ausschreibung des Verkehrsvertrages zu finalisieren.
Für die Fahrzeugbeschaffung sind nach aktuellem Stand folgende Meilensteine vorgesehen:
• Ab Sommer 2026: Veröffentlichung des Teilnahmewettbewerbs und Aufnahme der Verhandlungen
• Januar 2027: Abgabe indikativer und zuschlagsfähiger Angebote
• Frühjahr 2027: Weitere Verhandlungsrunden
• 2. Halbjahr 2027: Zuschlagserteilung
Der VRS behält sich vor, optional auch technische Beratungs- und Unterstützungsleistungen für die Baubegleitungs- und die Instandhaltungsphase der Fahrzeuge zu beauftragen.
Der VRS führt ein beschleunigtes Verfahren nach § 17 Abs. 3 VgV durch. Der Projektzeitplan des Projektes ist sehr eng. Die für das Projekt vorgesehene Zeitschiene kann nur eingehalten werden, wenn der Auftragnehmer frühzeitig beauftragt wird. Eine Verzögerung der Auftragsvergabe kann der VRS nur durch eine Verkürzung der Teilnahmefrist ausgleichen, da andernfalls der Projekterfolg gefährdet ist.
Frist für den Eingang der Teilnahmeanträge ist der 06/03/2026.
Quelle EU-Amtsblatt
Hessen: Fahrgastzahlen im NVV steigen weiter
Erschienen am: 10.02.2026 /Quelle: LOK Report – Aus den Ländern
Foto NVV. Das Bus- und Bahnangebot in Nordhessen muss erhalten und weiter verbessert werden: Diesen Ausblick geben NVV-Geschäftsführer Marian Volmer und NVV-Aufsichtsratsvorsitzender Andreas Siebert zum Jahresbeginn 2026. „In den vergangenen Jahren haben wir uns darauf konzentriert, das ÖPNV-Angebot unter dem Motto ‚Jedes Dorf, jede Stunde‘ auszubauen. Auf diese Angebots-Offensive folgt jetzt die Qualitäts-Offensive“, sagt Siebert. Im Fokus stehen nun beispielsweise die Zuverlässigkeit der Fahrgastinformationen, der Service für die Kundinnen und Kunden, sowie Sauberkeit und Sicherheit an Haltestellen und in den Fahrzeugen. „Daran arbeiten wir gemeinsam mit unseren Partnern – den von uns beauftragten Verkehrsunternehmen und Dienstleistern sowie den Landkreisen und Kommunen“, betont Volmer. Ziel ist es, das bestehende Angebot dauerhaft attraktiv, verständlich und verlässlich zu gestalten. Qualitäts-Offensive und Fahrgast-Dialog Vieles laufe schon sehr gut: So gebe es in den Regionalzügen im NVV-Gebiet bereits eine sehr gute Zugbegleitquote. „Dies trägt zum Sicherheitsgefühl unserer Fahrgäste bei“, so der NVV-Geschäftsführer. Rückmeldungen von Fahrgästen zeigten aber auch, wo es noch Verbesserungspotenzial gebe: Beispielsweise beim Ticketkauf in der NVV-App sowie an den Automaten. „Das Feedback unserer Kundinnen und Kunden nehmen wir sehr ernst. Es hilft uns, noch besser zu werden“, sagt Marian Volmer. So soll beispielsweise die Menüführung der Ticketautomaten an den Bahnsteigen und in den RegioTram-Fahrzeugen angepasst werden, um die Nutzung zu vereinfachen. Darüber hinaus wird die NVV-App für eine komfortable Reiseplanung weiter optimiert. Die Möglichkeit, das digitale Deutschland-Ticket über die NVV-App zu abonnieren, wird von den Kundinnen und Kunden bereits gut angenommen. Während der NVV seit vielen Jahren mit der 5-Minuten-Garantie ein klares Serviceversprechen gibt und bundesweit Maßstäbe in der Qualitätsarbeit setzt, soll auch der direkte Dialog mit den Fahrgä…

Foto NVV.
Das Bus- und Bahnangebot in Nordhessen muss erhalten und weiter verbessert werden: Diesen Ausblick geben NVV-Geschäftsführer Marian Volmer und NVV-Aufsichtsratsvorsitzender Andreas Siebert zum Jahresbeginn 2026. „In den vergangenen Jahren haben wir uns darauf konzentriert, das ÖPNV-Angebot unter dem Motto ‚Jedes Dorf, jede Stunde‘ auszubauen. Auf diese Angebots-Offensive folgt jetzt die Qualitäts-Offensive“, sagt Siebert.
Im Fokus stehen nun beispielsweise die Zuverlässigkeit der Fahrgastinformationen, der Service für die Kundinnen und Kunden, sowie Sauberkeit und Sicherheit an Haltestellen und in den Fahrzeugen. „Daran arbeiten wir gemeinsam mit unseren Partnern – den von uns beauftragten Verkehrsunternehmen und Dienstleistern sowie den Landkreisen und Kommunen“, betont Volmer. Ziel ist es, das bestehende Angebot dauerhaft attraktiv, verständlich und verlässlich zu gestalten.
Qualitäts-Offensive und Fahrgast-Dialog
Vieles laufe schon sehr gut: So gebe es in den Regionalzügen im NVV-Gebiet bereits eine sehr gute Zugbegleitquote. „Dies trägt zum Sicherheitsgefühl unserer Fahrgäste bei“, so der NVV-Geschäftsführer. Rückmeldungen von Fahrgästen zeigten aber auch, wo es noch Verbesserungspotenzial gebe: Beispielsweise beim Ticketkauf in der NVV-App sowie an den Automaten. „Das Feedback unserer Kundinnen und Kunden nehmen wir sehr ernst. Es hilft uns, noch besser zu werden“, sagt Marian Volmer. So soll beispielsweise die Menüführung der Ticketautomaten an den Bahnsteigen und in den RegioTram-Fahrzeugen angepasst werden, um die Nutzung zu vereinfachen. Darüber hinaus wird die NVV-App für eine komfortable Reiseplanung weiter optimiert. Die Möglichkeit, das digitale Deutschland-Ticket über die NVV-App zu abonnieren, wird von den Kundinnen und Kunden bereits gut angenommen.
Während der NVV seit vielen Jahren mit der 5-Minuten-Garantie ein klares Serviceversprechen gibt und bundesweit Maßstäbe in der Qualitätsarbeit setzt, soll auch der direkte Dialog mit den Fahrgästen weiter gestärkt werden. Die erfolgreiche Veranstaltungsreihe „Lass uns reden“ wird daher in diesem Jahr fortgesetzt, um Hinweise, Anregungen und Kritik frühzeitig aufzunehmen. Ergänzt wird der Dialog durch ein etabliertes Beschwerdemanagement, das hilft, Probleme systematisch zu erkennen und konkrete Verbesserungen umzusetzen. Auch der Umbau der NVV-Kundenzentren wird fortgesetzt. Der NVV arbeitet gemeinsam mit seinen Vertriebsdienstleistern daran, die Abläufe zu optimieren und den Service für die Fahrgäste spürbar zu verbessern. Ziel ist es, an allen Standorten ein verlässliches und kundenfreundliches Beratungs- und Verkaufsangebot sicherzustellen.
Auch die Gestaltung der Haltestellen hat der Nordhessische VerkehrsVerbund im Blick. Unter anderem berät und unterstützt der NVV Kommunen beim barrierefreien Ausbau der Haltestellen und hat einen Leitfaden für “Zukunftsfähige Haltestellen in Nordhessen” erstellt. Die Broschüre enthält wichtige Informationen für eine bedarfsgerechte und zugleich attraktive Haltestelleninfrastruktur in den Kommunen und deren Qualitätssicherung.
Beim Ausbau von Haltestellen können Städte und Gemeinden auch Digitale Fahrgastinformations-Anzeiger (DFI) an den Haltestellen aufstellen. Darüber können Fahrgäste aktuell über mögliche Verspätungen oder Ausfälle informiert werden. Beim Erscheinungsbild der Haltestellen spielt ebenfalls das Feedback von Kundinnen und Kunden eine wichtige Rolle: Fahrgäste können beispielsweise Schäden an Haltestellen direkt an den NVV melden, so dass diese zeitnah behoben werden können.
Mehr Fahrgäste in Bussen, Regionalzügen und RegioTrams
Nach eineinhalb Jahren als Geschäftsführer des Nordhessischen VerkehrsVerbunds zieht Volmer eine positive Bilanz. „Unser Ziel ‚Jedes Dorf, jede Stunde“ haben wir fast im gesamten NVV-Gebiet erreicht. Bis auf wenige Ausnahmen ist jeder Ort mit mehr als 200 Einwohnern mindestens einmal pro Stunde über den ÖPNV an wichtige Ziele in der Region angeschlossen.“ Siebert ergänzt: „Unsere Fahrgäste wissen dieses gute Bus- und Bahnangebot zu schätzen – das zeigen auch die steigenden Fahrgastzahlen.“
Im Linienbusverkehr im NVV-Gebiet sind die Fahrgastzahlen 2025 im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent gestiegen. Gegenüber dem Vor-Corona-Niveau im Jahr 2019 verzeichnet der NVV im Busverkehr einen Anstieg der Fahrgastzahlen um 34 Prozent – an den Wochenenden sogar um 60 Prozent. Die am stärksten nachgefragten Buslinien im NVV-Gebiet sind zum einen Linien, die die Stadt Kassel mit den nordhessischen Landkreisen verknüpfen – beispielsweise die Linie 37 (Söhrewald <> Lohfelden <> Kassel) und die Linie 500 (Bad Wildungen <> Fritzlar <> Kassel). Doch auch Buslinien ohne Anbindung an Kassel verzeichnen hohe Fahrgastzahlen, wie zum Beispiel die Linie 470 (Schwalmstadt <> Neukirchen <> Bad Hersfeld), die Linie 540 (Hatzfeld <> Allendorf <> Frankenberg) oder auch StadtBuslinien wie in Eschwege. „Das verdeutlicht, dass die Menschen in ganz Nordhessen von dem guten ÖPNV-Angebot profitieren – auch in den ländlich geprägten Regionen“, sagt Marian Volmer. In den kommenden Jahren will der NVV die letzten Lücken schließen, um den Stundentakt flächendeckend für ganz Nordhessen anzubieten. Dies erfolgt im Rahmen der Neuvergabe von Verkehrsverträgen, deren Ausschreibung bereits in den vergangenen Jahren erfolgt ist.
Für den Regionalzug- und RegioTramverkehr liegt zwar noch keine Auswertung der Fahrgastzahlen für 2025 vor. Im Jahr 2024 war gegenüber dem Vor-Corona-Niveau im Jahr 2019 eine deutliche Steigerung der Nutzung zu verzeichnen: im von der Kurhessenbahn betriebenen Nord-West-Hessen-Netz um 28 Prozent, im von Cantus betriebenen Nord-Ost-Hessen-Netz um 22 Prozent und im RegioTram-Netz um 9 Prozent.
„Für mich ist diese positive Entwicklung ein Anlass, Danke zu sagen“, so NVV-Geschäftsführer Marian Volmer. „Unseren Fahrgästen, die uns die Treue halten. Den Verkehrsunternehmen und Dienstleistern, ohne die es dieses ÖPNV-Angebot in Nordhessen nicht gäbe. Den Landkreisen und Kommunen – denn in Zeiten knapper kommunaler Kassen ist es nicht selbstverständlich, in den öffentlichen Nahverkehr zu investieren.“ Das weiß auch Andreas Siebert, NVV-Aufsichtsratsvorsitzender und Landrat des Landkreises Kassel. „Aber die Investitionen lohnen sich“, stellt er klar. „Denn ein gutes Bus- und Bahnangebot in Nordhessen zahlt sich aus: für soziale Teilhabe, für Wirtschaft und Tourismus und für Klima- und Umweltschutz.“
Einschränkungen durch Bauarbeiten am Schienennetz
In den kommenden Jahren rechnet der Nordhessische VerkehrsVerbund mit verstärkten Einschränkungen im Regionalzug- und RegioTramverkehr aufgrund von Baustellen an Schienenstrecken. „Ausfälle und Verspätungen werden die Geduld unserer Fahrgäste zunehmend auf die Probe stellen“, sagt Marian Volmer. „Der NVV steht deshalb in engem Austausch mit der Deutschen Bahn als Bauherrin. Unser Ziel ist, die Einschränkungen für die Fahrgäste in Nordhessen so gering wie möglich zu halten. Langfristig hoffen wir, dass die Arbeiten am Schienennetz zu mehr Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit im Regionalzugverkehr führen.“
Pressemeldung NVV
NRW: TRI, National Express, DB Regio NRW, Trans Regio und Rurtalbahn fahren zum Karneval
Erschienen am: 10.02.2026 /Quelle: LOK Report – Aus den Ländern
Foto TRI. Der Straßenkarneval steht vor der Tür – und damit auch wieder viele Jecke, die zwischen Weiberfastnacht und Veilchendienstag (12. Februar bis 17. Februar) zum Feiern in die Domstadt und wieder zurück nach Hause wollen. Damit alle gut und sicher ankommen, sorgen die Aufgabenträger des Schienenpersonennahverkehrs go.Rheinland und Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) in Zusammenarbeit mit den Eisenbahnverkehrsunternehmen TRI Train Rental GmbH (TRI), National Express, DB Regio NRW, Trans Regio und Rurtalbahn für zusätzliche Züge und eine höhere Kapazität. Von Weiberfastnacht bis Rosenmontag pendelt TRI ab dem frühen Morgen bis circa 24 Uhr stündlich zwischen Köln Hbf und Düsseldorf Hbf. Zudem wird es an diesen Tagen jeweils zwei Zusatzfahrten geben, die morgens bereits in Essen Hbf starten. In den Abendstunden werden zwei Züge bereits am Bahnhof Köln Süd beginnen. Insgesamt können so 170 Zusatzfahrten durch TRI angeboten werden. Zudem wird National Express an Weiberfastnacht und Rosenmontag Sonderzüge auf dem Linienweg des RE 1 zwischen Köln Hbf und Oberhausen Hbf beziehungsweise Duisburg Hbf anbieten. Pro Tag wird es von National Express fünf Sonderfahrten pro Fahrtrichtung geben. Aufgrund des zu erwartenden höheren Fahrgastaufkommens werden National Express, Trans Regio (MittelrheinBahn) und die Rurtalbahn an den jecken Tagen die Kapazitäten ihrer Züge bei mehreren Linien erhöhen (Einsatz längerer Züge). Geplant ist dies auf den Linien RB 21 Süd und Nord, RB 26 und RB 48. Auch DB Regio wird an Weiberfastnacht und Rosenmontag die Kapazitäten bei der RB 24 stärken. Am Wochenende (Freitag, 13.02., 20 Uhr bis Montag, 16.02., 5 Uhr) wird es aufgrund einer Baustelle zwischen Köln Messe/Deutz und Erftstadt Schienenersatzverkehr (SEV) geben. Dieser wird ebenfalls gestärkt. Die Deutsche Bahn setzt an den Karnevalstagen über 100 zusätzliche Sicherheitskräfte in Köln Hbf, Bonn Hbf und Köln Süd ein. Gleichzeitig weist die DB noch einmal eindringlich darauf hin, Gleisanlagen…

Foto TRI.
Der Straßenkarneval steht vor der Tür – und damit auch wieder viele Jecke, die zwischen Weiberfastnacht und Veilchendienstag (12. Februar bis 17. Februar) zum Feiern in die Domstadt und wieder zurück nach Hause wollen. Damit alle gut und sicher ankommen, sorgen die Aufgabenträger des Schienenpersonennahverkehrs go.Rheinland und Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) in Zusammenarbeit mit den Eisenbahnverkehrsunternehmen TRI Train Rental GmbH (TRI), National Express, DB Regio NRW, Trans Regio und Rurtalbahn für zusätzliche Züge und eine höhere Kapazität.
Von Weiberfastnacht bis Rosenmontag pendelt TRI ab dem frühen Morgen bis circa 24 Uhr stündlich zwischen Köln Hbf und Düsseldorf Hbf. Zudem wird es an diesen Tagen jeweils zwei Zusatzfahrten geben, die morgens bereits in Essen Hbf starten. In den Abendstunden werden zwei Züge bereits am Bahnhof Köln Süd beginnen. Insgesamt können so 170 Zusatzfahrten durch TRI angeboten werden.
Zudem wird National Express an Weiberfastnacht und Rosenmontag Sonderzüge auf dem Linienweg des RE 1 zwischen Köln Hbf und Oberhausen Hbf beziehungsweise Duisburg Hbf anbieten. Pro Tag wird es von National Express fünf Sonderfahrten pro Fahrtrichtung geben.
Aufgrund des zu erwartenden höheren Fahrgastaufkommens werden National Express, Trans Regio (MittelrheinBahn) und die Rurtalbahn an den jecken Tagen die Kapazitäten ihrer Züge bei mehreren Linien erhöhen (Einsatz längerer Züge). Geplant ist dies auf den Linien RB 21 Süd und Nord, RB 26 und RB 48. Auch DB Regio wird an Weiberfastnacht und Rosenmontag die Kapazitäten bei der RB 24 stärken. Am Wochenende (Freitag, 13.02., 20 Uhr bis Montag, 16.02., 5 Uhr) wird es aufgrund einer Baustelle zwischen Köln Messe/Deutz und Erftstadt Schienenersatzverkehr (SEV) geben. Dieser wird ebenfalls gestärkt.
Die Deutsche Bahn setzt an den Karnevalstagen über 100 zusätzliche Sicherheitskräfte in Köln Hbf, Bonn Hbf und Köln Süd ein. Gleichzeitig weist die DB noch einmal eindringlich darauf hin, Gleisanlagen keinesfalls unbefugt zu betreten – das gefährdet das eigene Leben und bringt den Zugverkehr durcheinander. Alle Sonderfahrten sind in den elektronischen Auskunftssystemen hinterlegt. Daher gilt: Vor Fahrtantritt bitte immer aktuell informieren.
Sechs Tage fahren mit nur einem Ticket
Auch in diesem Jahr gibt es wieder attraktive Ticketangebote zu Karneval: Mit dem KarnevalsTicket des Verkehrsverbunds Rhein-Sieg (VRS) kann man ganze sechs Tage lang (von Weiberfastnacht bis einschließlich Veilchendienstag) im VRS-Netz fahren. Dies bedeutet: Das KarnevalsTicket gilt auch im sogenannten kleinen Grenzverkehr VRS/VRR sowie auf Fahrten von und nach Titz, Merzenich, Düren, Nörvenich und Vettweiß im Aachener Verkehrsverbund (AVV), in Meinerzhagen (Verkehrsgemeinschaft Ruhr-Lippe) und im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz sowie auf ausgewählten Linien in Olpe/Drolshagen (Verkehrsgemeinschaft Westfalen-Süd) und den Landkreisen Altenkirchen, Neuwied und Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz. Das Ticket gibt es auch in diesem Jahr wieder ausschließlich als VRS-HandyTicket oder als VRS-OnlineTicket im Ticketshop der VRS-Verkehrsunternehmen für 32,40 Euro. Es ist gültig für eine Person und beliebig viele Fahrten im genannten Zeitraum. Kinder bis einschließlich 5 Jahren fahren gratis mit. Für die Jecken, die alleine oder in der Gruppe an nur einem Tag unterwegs sind, lohnen sich die 24StundenTickets des VRS.
Keine zeitlichen Einschränkungen am Rosenmontag
Ein weiterer Vorteil: Rosenmontag ist im VRS ein „Feiertag“! Demnach gelten keine zeitlichen Einschränkungen, z.B. beim Formel9Ticket; auch für die Mitnahmeregelungen der AboTickets werden die Wochenend- und Feiertagsregelungen angewendet – und zwar im gesamten VRS-Netz.
Auch im AVV gibt es ein Ticket für die tollen Tage: Mit dem digitalen Karnevalsticket fahren die Jecken für 23,20 Euro sechs Tage lang von Fettdonnerstag, 12. Februar, bis Veilchendienstag, 17. Februar, im gesamten AVV-Netz. Das Ticket gibt es ausschließlich als Handy-Ticket in der Mobilitätsapp naveo. Das digitale Karnevalsticket ist gültig für eine Person und beliebig viele Fahrten im genannten Zeitraum. Kinder bis einschließlich fünf Jahren fahren gratis mit.
Pressemeldung VRS, Go-Rheinland, AVV
Hamburg: Pilotprojekt zur Meldung von Verschmutzungen in U-Bahn-Wagen
Erschienen am: 10.02.2026 /Quelle: LOK Report – Aus den Ländern
Foto Hochbahn. Die Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) startet ab dieser Woche ein Pilotprojekt zur Meldung von Verschmutzungen in U-Bahn-Wagen. Im sechsmonatigen Test können Fahrgäste der U3 Verschmutzungen einfach per QR-Code melden. Insgesamt 5 U-Bahnen der U3 werden dafür mit Aufklebern versehen, die sich neben den Türen sowie im Bereich der Sitzgruppen befinden und einen QR-Code enthalten. Fahrgäste können diesen scannen und werden auf eine Web-App geführt, über die sie mit wenigen Klicks eine Verschmutzung melden und ein entsprechendes Foto hochladen können. Datum, Zug- und Wagennummer sind bereits hinterlegt, sodass die Meldung einfach und schnell erfolgt. Die eingehenden Meldungen laufen an zentraler Stelle auf und werden an die TEREG Gebäudedienste GmbH weitergeleitet, sodass eine Reinigung zeitnah im Rahmen der betrieblichen Möglichkeiten erfolgen kann. Ziel des Pilotprojektes ist es, zu überprüfen, in welchem Umfang das Angebot von den Fahrgästen genutzt wird und wie sie die Funktion bewerten. Die gewonnenen Erkenntnisse werden nach Abschluss des Testzeitraums ausgewertet. Auf dieser Basis wird entschieden, ob und in welcher Form das Angebot fortgeführt und auf weitere Linien ausgeweitet werden kann. Pressemeldung Hochbahn…

Foto Hochbahn.
Die Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) startet ab dieser Woche ein Pilotprojekt zur Meldung von Verschmutzungen in U-Bahn-Wagen. Im sechsmonatigen Test können Fahrgäste der U3 Verschmutzungen einfach per QR-Code melden.
Insgesamt 5 U-Bahnen der U3 werden dafür mit Aufklebern versehen, die sich neben den Türen sowie im Bereich der Sitzgruppen befinden und einen QR-Code enthalten. Fahrgäste können diesen scannen und werden auf eine Web-App geführt, über die sie mit wenigen Klicks eine Verschmutzung melden und ein entsprechendes Foto hochladen können.
Datum, Zug- und Wagennummer sind bereits hinterlegt, sodass die Meldung einfach und schnell erfolgt. Die eingehenden Meldungen laufen an zentraler Stelle auf und werden an die TEREG Gebäudedienste GmbH weitergeleitet, sodass eine Reinigung zeitnah im Rahmen der betrieblichen Möglichkeiten erfolgen kann.
Ziel des Pilotprojektes ist es, zu überprüfen, in welchem Umfang das Angebot von den Fahrgästen genutzt wird und wie sie die Funktion bewerten. Die gewonnenen Erkenntnisse werden nach Abschluss des Testzeitraums ausgewertet. Auf dieser Basis wird entschieden, ob und in welcher Form das Angebot fortgeführt und auf weitere Linien ausgeweitet werden kann.
Pressemeldung Hochbahn
Rheinland-Pfalz: Fahrgastzentrum Gerolstein öffnet mit neuem Design in besseren Räumen
Erschienen am: 10.02.2026 /Quelle: LOK Report – Aus den Ländern
Fotos SPNV-Nord, Bettina Hauptmann. Das Fahrgastzentrum in Gerolstein ist innerhalb des Bahnhofsgebäudes in der Bahn-hofstraße 4 umgezogen: Wo früher Brötchen über die Ladentheke gingen, werden nun Tickets für den ÖPNV verkauft. Seit Mittwoch, 4. Februar 2026, wird Service und Beratung rund um Schiene und Bus in neu renovierten Räumen angeboten, in denen vorher die Landbäckerei Roden eine Filiale hatte. Der Vertriebsdienstleister bleibt die Transdev Vertrieb GmbH. Eine vorübergehende Schließung aufgrund des Umzugs war nicht notwendig gewesen: Bis zum 3. Februar 2026 hatte das Fahrgastzentrum wie gewohnt in den bisherigen Räumlichkeiten im Bahnhofsgebäude geöffnet, die es sich mit der Tourist-Information Gerolstein geteilt hatte. „Auch in Zeiten der zunehmenden Digitalisierung ist die persönliche Beratung für viele Fahrgäste notwendig und wichtig. Gerolstein braucht eine zentrale Anlaufstelle für alle Fragen und Serviceleistungen rund um den öffentlichen Nahverkehr“, sagt Thorsten Müller, Verbandsdirektor des Zweckverbands Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord). „Wir sind froh, dass uns nun im Bahnhofsgebäude ein größe-rer Raum zur Verfügung steht, in der die Transdev Vertrieb GmbH in unserem Auftrag ihren Service anbieten kann. Zudem ist nun ein direkter Zugang vom Fahrgastzent-rum zum Bahnsteig 1 möglich“, so Müller weiter. Damit verfügt das neue Fahrgast-zentrum über zwei Zugänge: vom Bahnhofsgebäude und vom Hausbahnsteig, also Bahnsteig 1, der sich direkt am Gebäude befindet. Landrätin Julia Gieseking macht deutlich: „Ein Gespräch vor Ort ist durch keine Ser-vicehotline und keinen KI-Chat zu ersetzen. Viele Menschen sind nach wie vor auf eine persönliche Beratung angewiesen, wenn es um Bus- und Bahnangebote geht. Gerade im ländlichen Raum ist ein verlässliches, gut erreichbares Fahrgastzentrum ein wichti-ger Baustein für eine attraktive und zukunftsfähige Mobilität. Ich freue mich, dass wir den Bürgerinnen und Bürgern hier einen modernen Serv…
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Fotos SPNV-Nord, Bettina Hauptmann.
Das Fahrgastzentrum in Gerolstein ist innerhalb des Bahnhofsgebäudes in der Bahn-hofstraße 4 umgezogen: Wo früher Brötchen über die Ladentheke gingen, werden nun Tickets für den ÖPNV verkauft. Seit Mittwoch, 4. Februar 2026, wird Service und Beratung rund um Schiene und Bus in neu renovierten Räumen angeboten, in denen vorher die Landbäckerei Roden eine Filiale hatte. Der Vertriebsdienstleister bleibt die Transdev Vertrieb GmbH.
Eine vorübergehende Schließung aufgrund des Umzugs war nicht notwendig gewesen: Bis zum 3. Februar 2026 hatte das Fahrgastzentrum wie gewohnt in den bisherigen Räumlichkeiten im Bahnhofsgebäude geöffnet, die es sich mit der Tourist-Information Gerolstein geteilt hatte.
„Auch in Zeiten der zunehmenden Digitalisierung ist die persönliche Beratung für viele Fahrgäste notwendig und wichtig. Gerolstein braucht eine zentrale Anlaufstelle für alle Fragen und Serviceleistungen rund um den öffentlichen Nahverkehr“, sagt Thorsten Müller, Verbandsdirektor des Zweckverbands Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord). „Wir sind froh, dass uns nun im Bahnhofsgebäude ein größe-rer Raum zur Verfügung steht, in der die Transdev Vertrieb GmbH in unserem Auftrag ihren Service anbieten kann. Zudem ist nun ein direkter Zugang vom Fahrgastzent-rum zum Bahnsteig 1 möglich“, so Müller weiter. Damit verfügt das neue Fahrgast-zentrum über zwei Zugänge: vom Bahnhofsgebäude und vom Hausbahnsteig, also Bahnsteig 1, der sich direkt am Gebäude befindet.
Landrätin Julia Gieseking macht deutlich: „Ein Gespräch vor Ort ist durch keine Ser-vicehotline und keinen KI-Chat zu ersetzen. Viele Menschen sind nach wie vor auf eine persönliche Beratung angewiesen, wenn es um Bus- und Bahnangebote geht. Gerade im ländlichen Raum ist ein verlässliches, gut erreichbares Fahrgastzentrum ein wichti-ger Baustein für eine attraktive und zukunftsfähige Mobilität. Ich freue mich, dass wir den Bürgerinnen und Bürgern hier einen modernen Servicepunkt in neuen und freund-lichen Räumen mit ansprechendem Design anbieten können. Das ist ein wichtiger Bei-trag zu einem attraktiven und verlässlichen öffentlichen Nahverkehr in unserer Re-gion.“
Am Montag, 9. Februar, hatte der SPNV-Nord die Landrätin sowie den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Gerolstein, Hans Peter Böffgen, und die Bürgermeisterin der Stadt Gerolstein, Stefanie Lorisch, zu einer Besichtigung der neuen Räume eingeladen.
Wiedererkennbarkeit in Rheinland-Pfalz mit einheitlichem Design
Das Fahrgastzentrum in Gerolstein ist seit Mittwoch, 4. Februar 2026, im neuen ein-heitlichen Design für den Vertrieb gestaltet, das seit Mitte 2025 für den ÖPNV in Rheinland-Pfalz eingesetzt wird. Es wurde vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität Rheinland-Pfalz gemeinsam mit den beiden rheinland-pfälzi-schen Aufgabenträgern im Nahverkehr – dem SPNV-Nord und dem Zweckverband Öf-fentlicher Personennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd (ZÖPNV RLP Süd) – entwickelt, um eine bessere Wiedererkennung und Orientierung für die Reisenden zu erreichen.
Standort und Service
Das Fahrgastzentrum in Gerolstein befindet sich in der Bahnhofstraße 4 im Bahnhofs-gebäude. Die Öffnungszeiten sind montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr und von 12:30 bis 16 Uhr.
Das Fahrgastzentrum bietet verschiedene Serviceleistungen: Kauf von Tickets und Zeitkarten für die Bahn im Nah- und Fernverkehr, Fahrplan- und Tarifauskünfte sowie Reiseinformationen und Hilfestellungen rund um den ÖPNV.
Zum Hintergrund
Im letzten Jahr hatte der SPNV-Nord als Besteller und Organisator der Zugleistungen im Nahverkehr auf der Schiene im Norden von Rheinland-Pfalz Aufträge für Vertriebs-dienstleistungen neu vergeben, die an die Transdev Vertrieb GmbH gingen, die das wirtschaftlichste Angebot abgegeben hatte.
Eine Übersicht über alle Fahrgastzentren in Rheinland-Pfalz sowie Kontakt- und Ser-viceangebote bietet die Webseite der neuen rheinland-pfälzischen Mobilitätsmarke moveRLP unter www.move-rlp.de/service-kontakt.
Pressemeldung Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord
Sachsen/Thüringen: Kappung länderübergreifender Regionalzüge gefährdet Verkehrsverlagerung auf die Schiene
Erschienen am: 10.02.2026 /Quelle: LOK Report – Aus den Ländern
Zur zum Fahrplanwechsel erfolgten Kappung der Regionalbahnlinie Eisenach – Leipzig (RB 20) in Naumburg und weiteren drohenden Verschlechterungen im Regionalverkehr erklärt der Fahrgastverband PRO BAHN Thüringen: “Mit großer Sorge sehen wir die zum Fahrplanwechsel erfolgte Kappung der bisher umsteigefreien Verbindung Eisenach – Leipzig. Damit setzt sich eine Entwicklung fort, bei der immer mehr umsteigefreie überregionale Verbindungen unterbrochen werden. Bereits 2023 wurden die Regionalexpress(RE)-Linie Nürnberg – Leipzig in Saalfeld unterbrochen und die RE-Linie Jena – Halle eingestellt. Mit dem aktuellen Fahrplanwechsel wurde neben der Brechung der RB 20 Eisenach – Leipzig auch die umsteigefreie RE-Verbindung Erfurt – Kassel aufgegeben. In den nächsten Jahren drohen weitere Kappungen: Aktuelle Ausschreibungen des Landes sehen die Brechung der heute noch umsteigefreien RE-Verbindungen Göttingen – Glauchau und Erfurt – Würzburg vor. Auf diesen Strecken, die nach der Wende noch als “Musterstrecken im Schienenpersonennahverkehr” mit erheblichem Aufwand für Neigetechnik ausgebaut wurden, müssen Fahrgäste künftig durch Umstiege und langsamere Fahrzeiten mit teils signifikanten Verschlechterungen rechnen. Hinsichtlich Reisegeschwindigkeit und Umsteigefreiheit zeichnet sich im Regionalverkehr damit eine Rückwärtsentwicklung ab, die dem Ziel, mehr Verkehr auf die Schiene zu verlagern, entgegenläuft. Sie ist doppelt schädlich, weil sie mit dem Rückzug des Fernverkehrs aus der Fläche zusammenfällt. Gerade dort, wo der Fernverkehr sich zurückgezogen hat, müsste der Regionalverkehr ausgebaut, beschleunigt und gestärkt werden – statt ausgedünnt, verlangsamt und in immer kürzere Linienabschnitte zerschnitten zu werden. Der Fahrgastverband PRO BAHN Thüringen erwartet vom Land Thüringen fokussierte und nachhaltige Bemühungen, umsteigefreie, länderübergreifende Regionalverbindungen zu erhalten, zu beschleunigen und auszubauen, statt sie zurückzufahren. Dies gilt insbesondere auf de…
Zur zum Fahrplanwechsel erfolgten Kappung der Regionalbahnlinie Eisenach – Leipzig (RB 20) in Naumburg und weiteren drohenden Verschlechterungen im Regionalverkehr erklärt der Fahrgastverband PRO BAHN Thüringen:
“Mit großer Sorge sehen wir die zum Fahrplanwechsel erfolgte Kappung der bisher umsteigefreien Verbindung Eisenach – Leipzig. Damit setzt sich eine Entwicklung fort, bei der immer mehr umsteigefreie überregionale Verbindungen unterbrochen werden.
Bereits 2023 wurden die Regionalexpress(RE)-Linie Nürnberg – Leipzig in Saalfeld unterbrochen und die RE-Linie Jena – Halle eingestellt. Mit dem aktuellen Fahrplanwechsel wurde neben der Brechung der RB 20 Eisenach – Leipzig auch die umsteigefreie RE-Verbindung Erfurt – Kassel aufgegeben. In den nächsten Jahren drohen weitere Kappungen: Aktuelle Ausschreibungen des Landes sehen die Brechung der heute noch umsteigefreien RE-Verbindungen Göttingen – Glauchau und Erfurt – Würzburg vor. Auf diesen Strecken, die nach der Wende noch als “Musterstrecken im Schienenpersonennahverkehr” mit erheblichem Aufwand für Neigetechnik ausgebaut wurden, müssen Fahrgäste künftig durch Umstiege und langsamere Fahrzeiten mit teils signifikanten Verschlechterungen rechnen.
Hinsichtlich Reisegeschwindigkeit und Umsteigefreiheit zeichnet sich im Regionalverkehr damit eine Rückwärtsentwicklung ab, die dem Ziel, mehr Verkehr auf die Schiene zu verlagern, entgegenläuft. Sie ist doppelt schädlich, weil sie mit dem Rückzug des Fernverkehrs aus der Fläche zusammenfällt. Gerade dort, wo der Fernverkehr sich zurückgezogen hat, müsste der Regionalverkehr ausgebaut, beschleunigt und gestärkt werden – statt ausgedünnt, verlangsamt und in immer kürzere Linienabschnitte zerschnitten zu werden.
Der Fahrgastverband PRO BAHN Thüringen erwartet vom Land Thüringen fokussierte und nachhaltige Bemühungen, umsteigefreie, länderübergreifende Regionalverbindungen zu erhalten, zu beschleunigen und auszubauen, statt sie zurückzufahren. Dies gilt insbesondere auf den Strecken, auf denen der Regionalverkehr die Aufgaben des Fernverkehrs übernehmen muss. Im Interesse der Fahrgäste muss dies die Richtschnur für den nächsten Nahverkehrsplan des Landes sein, der 2028 in Kraft tritt. Hier braucht es klare politische Prioritäten, eine entsprechende Ausgestaltung der Verkehrsverträge und eine aktive Rolle des Landes in der Abstimmung mit den Nachbarländern und deren Aufgabenträgern.”
Pressemeldung Fahrgastverband PRO BAHN
NRW: DB Vertrieb erhält Auftrag zu SPNV-Vertriebsdienstleistungen im NWL-Gebiet
Erschienen am: 10.02.2026 /Quelle: LOK Report – Aus den Ländern
Der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) hat im Amtsblatt der Europäischen Union die Vergabe der SPNV-Vertriebsdienstleistungen im Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) an die DB Vertrieb GmbH bekannt gegeben (95910-2026). Es handelt sich um die Vergabe von Vertriebsdienstleistungen für den SPNV im Verbandsgebiet des NWL über eine Laufzeit von 8 Jahren mit einer einmaligen Verlängerungsoption über 1 Jahr in den Bereichen: • Personenbedienter Verkauf in Form von Kundencentern und Verkaufsstellen • Stationäre Fahrausweisautomaten (FAA) nebst optional Fahrausweisentwerter (FAE) sowie • Persönliche Informations-Assistenten (PIA). Die Anzahl der eingegangenen Angebote oder Teilnahmeanträge betrug 2. Datum des Vertragsabschlusses war der 09/01/2026. Quelle EU-Amtsblatt…
Der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) hat im Amtsblatt der Europäischen Union die Vergabe der SPNV-Vertriebsdienstleistungen im Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) an die DB Vertrieb GmbH bekannt gegeben (95910-2026).
Es handelt sich um die Vergabe von Vertriebsdienstleistungen für den SPNV im Verbandsgebiet des NWL über eine Laufzeit von 8 Jahren mit einer einmaligen Verlängerungsoption über 1 Jahr in den Bereichen:
• Personenbedienter Verkauf in Form von Kundencentern und Verkaufsstellen
• Stationäre Fahrausweisautomaten (FAA) nebst optional Fahrausweisentwerter (FAE) sowie
• Persönliche Informations-Assistenten (PIA).
Die Anzahl der eingegangenen Angebote oder Teilnahmeanträge betrug 2.
Datum des Vertragsabschlusses war der 09/01/2026.
Quelle EU-Amtsblatt
Bayern/Sachsen: Große Hoffnung auf baldigen Fortschritt bei der Franken-Sachsen-Magistrale – Planungsauftrag „gegen Ostern“Erschienen am: 11.02.2026 /Quelle: LOK Report – Aus den Ländern Bei der Elektrifizierung der international bedeutsamen Strecke zeichnet sich die Fortführung der seit 4 Jahren unterbrochenen Planungen ab. Nach einer Kabinettssitzung in München betonte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU), dass die Planungen mit Hochdruck vorangetrieben werden: „Bei der Franken-Sachsen-Magistrale sind wir auf einem guten Weg. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir die nächsten Schritte bald gehen können.“ Ziel sei es, rasch Baureife zu erreichen und die Finanzierung sicherzustellen. Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) ergänzte, er erwarte, „dass gegen Ostern die Planungsverträge unterzeichnet sind“. Damit könne der nächste entscheidende Schritt zur Elektrifizierung der Strecke eingeleitet werden. Bereits bei den anstehenden Planungen der maroden Pegnitzbrücken müsse die Elektrifizierung von Beginn an mitgedacht werden: „Das habe ich vom ersten Tag an klar gesagt.“ Zusätzlichen Druck erhält das Projekt durch seine internationale Dimension. Der tschechische Ministerpräsident Andrej Babiš stellte einen Tag vor der Kabinettssitzung die Frage, ob „Deutschland wirklich daran interessiert ist weiterzubauen.“ Zum gemeinsamen Ausbau der Bahnstrecke Nürnberg – Cheb – Plzeň – Praha hatten sich beide Länder in einem Abkommen 1995 verpflichtet. Während Tschechien seinen Teil bereits 2012 umgesetzt hat, wartet der deutsche Abschnitt bis heute auf die Umsetzung. Ministerpräsident Markus Söder unterstrich die strategische Bedeutung der bislang „unterentwickelten“ Ost-West-Verbindungen. Die Franken-Sachsen-Magistrale sei „ganz zentral für die Entwicklung“ Bayerns. Tschechien sei inzwischen der viertwichtigste Handelspartner des Freistaats, täglich pendelten rund 25.000 Menschen über die Grenze. Gerade im Grenzraum sei die Verkehrsinfrastruktur das wichtigste Zukunftsthema. Auch die Oberbürgermeister des Sächsisch-Bayerischen Städtenetzes haben im Januar in Plauen die sofortige Wiederaufnahme der Planungen gefordert, damit die mehrjährige E… Bei der Elektrifizierung der international bedeutsamen Strecke zeichnet sich die Fortführung der seit 4 Jahren unterbrochenen Planungen ab. Nach einer Kabinettssitzung in München betonte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU), dass die Planungen mit Hochdruck vorangetrieben werden: „Bei der Franken-Sachsen-Magistrale sind wir auf einem guten Weg. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir die nächsten Schritte bald gehen können.“ Ziel sei es, rasch Baureife zu erreichen und die Finanzierung sicherzustellen. Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) ergänzte, er erwarte, „dass gegen Ostern die Planungsverträge unterzeichnet sind“. Damit könne der nächste entscheidende Schritt zur Elektrifizierung der Strecke eingeleitet werden. Bereits bei den anstehenden Planungen der maroden Pegnitzbrücken müsse die Elektrifizierung von Beginn an mitgedacht werden: „Das habe ich vom ersten Tag an klar gesagt.“ Zusätzlichen Druck erhält das Projekt durch seine internationale Dimension. Der tschechische Ministerpräsident Andrej Babiš stellte einen Tag vor der Kabinettssitzung die Frage, ob „Deutschland wirklich daran interessiert ist weiterzubauen.“ Zum gemeinsamen Ausbau der Bahnstrecke Nürnberg – Cheb – Plzeň – Praha hatten sich beide Länder in einem Abkommen 1995 verpflichtet. Während Tschechien seinen Teil bereits 2012 umgesetzt hat, wartet der deutsche Abschnitt bis heute auf die Umsetzung. Ministerpräsident Markus Söder unterstrich die strategische Bedeutung der bislang „unterentwickelten“ Ost-West-Verbindungen. Die Franken-Sachsen-Magistrale sei „ganz zentral für die Entwicklung“ Bayerns. Tschechien sei inzwischen der viertwichtigste Handelspartner des Freistaats, täglich pendelten rund 25.000 Menschen über die Grenze. Gerade im Grenzraum sei die Verkehrsinfrastruktur das wichtigste Zukunftsthema. Auch die Oberbürgermeister des Sächsisch-Bayerischen Städtenetzes haben im Januar in Plauen die sofortige Wiederaufnahme der Planungen gefordert, damit die mehrjährige Erneuerung der 18 Pegnitzbrücken mit der Elektrifizierung verknüpft werden kann. „Die jährlichen Streckensperrungen für die Brückenarbeiten sind lang genug, dass sie auch für die Arbeiten an den Tunnel und an den Fahrleitungen genutzt werden können. Das reduziert die Sperrzeiten und spart Zeit und Kosten. Da die Planungen für die neuen Brücken bereits weit fortgeschritten sind, muss die Planung der Elektrifizierung rasch nachgezogen werden“, so die Oberbürgermeister, „nur so kann auch der Bauablauf im engen Pegnitztal optimal aufeinander abgestimmt werden“. Stimmen aus der Region Armin Kroder, Landrat Nürnberger Land „Die Signale aus der Kabinettssitzung sind der richtige Weg. Die Menschen im Pegnitztal brauchen Planungssicherheit. Wenn sich die Vollsperrungen bis Mitte der 2030er Jahre aneinanderreihen, sprechen wir nicht mehr von einer Baustelle, sondern von einem dauerhaften Krisenmodus. Deshalb muss jetzt die Entwurfs- und Genehmigungsplanung starten, damit Elektrifizierung und Brückenneubau gemeinsam umgesetzt werden können und bis 2029 Baureife erreicht ist.“ Peter Berek, Landrat Wunsiedel „Es ist ein gutes Signal, dass Bund und Freistaat einen schnellen weiteren Weg angekündigt haben. Während unsere tschechischen Nachbarn längst geliefert haben, dürfen wir jetzt keine weitere Zeit verlieren. Vertrauen entsteht nur durch Umsetzung.“ Florian Wiedemann, Landrat Bayreuth „Die Kabinettssitzung in München hat gezeigt, dass die Appelle aus den Regionen angekommen sind. Wir freuen uns über die klaren Worte von Bund und Freistaat für die Franken-Sachsen-Magistrale, erwarten nun aber auch konkrete Schritte. Es muss nun strategisch vorausgedacht und Elektrifizierung und Brückenerneuerung gemeinsam geplant werden. Dafür muss jetzt die Grundlage geschaffen werden, damit dann auch koordiniert gebaut werden kann.“ Roland Grillmeier, Landrat Tirschenreuth „Nach der Kabinettssitzung ist spürbar, dass neuer Schwung in das Projekt kommt. Wir begrüßen ausdrücklich, dass Bund und Freistaat einen schnellen weiteren Weg in Aussicht stellen. Das stärkt das Vertrauen in die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und in die Zukunft unserer Region.“ Dr. Oliver Bär, Landrat Hof „Noch nie waren wir dem Ziel der Elektrifizierung näher. Die Bedeutung der Franken-Sachsen-Magistrale wurde erkannt und die Aussagen aus der Kabinettssitzung in München machen uns sehr zuversichtlich, dass es mit der Franken-Sachsen-Magistrale nun zügig vorangeht. Bund und Freistaat haben klar signalisiert, dass sie das Projekt voranbringen wollen.“ Klaus Peter Söllner, Landrat Kulmbach „Die Kabinettssitzung hat deutlich gemacht, dass Bund und Freistaat die Bedeutung der Franken-Sachsen-Magistrale erkannt haben. Besonders erfreulich ist, dass nun Tempo in die Planungen kommen soll. Als Teil des europäischen Kernnetzes bietet die Strecke beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Förderung.“ Thomas Hennig, Landrat Vogtlandkreis „Der ernsthafte Ausbauwille der Bayern ist ein gutes Signal in unsere Region. Mit einer modernen Bahnverbindung erschließen wir in beide Richtungen künftig auch die Großräume München und Nürnberg.“ Stimmen aus der Kabinettssitzung MdL Hubert Aiwanger, stellvertretender bayerischer Ministerpräsident „Bund und Freistaat haben sich klar zur Franken-Sachsen-Magistrale bekannt. Jetzt ist entscheidend, dass diesem Bekenntnis auch umgehend Taten folgen. Denn im Pegnitztal erleben wir eine Kette von Sperrungen, die unsere Region über Jahre hinweg ausbremst. Wenn die Bürgerinnen und Bürger diese Belastungen akzeptieren sollen, dann nur bei einer klugen Bündelung der Maßnahmen – deshalb muss jetzt geplant werden, damit Elektrifizierung und Brückenerneuerung ab 2029 abgestimmt und effizient umgesetzt werden können.“ MdL Martin Schöffel, Staatssekretär der Finanzen und für Heimat „Ich habe die Bedeutung der Franken-Sachsen-Magistrale im Kabinett angesprochen und freue mich sehr über die positiven Signale von Bundesminister Patrick Schnieder und Parl. Staatssekretär Ulrich Lange und den klaren Willen von Bund und Land, das Projekt zu beschleunigen. Wenn jetzt Planung und Elektrifizierung zusammen gedacht werden, profitieren Fahrgäste, Wirtschaft und Kommunen gleichermaßen. Das ist eine große Chance für unsere Region. Die Baumaßnahmen müssen gut koordiniert werden und Elektrifizierung und Brückenbau zeitgleich umgesetzt werden.“ Nächste Schritte: Schneller Planungsbeginn Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags hat im November 2025 die finanziellen Voraussetzungen geschaffen, um die Weiterplanung der Franken-Sachsen-Magistrale wieder aufzunehmen. Damit kann das Bundesverkehrsministerium DB InfraGO kurzfristig mit der Planung beauftragen. Ziel ist es, die Elektrifizierung mit der Erneuerung der Pegnitztal-Brücken zu bündeln und ab 2030 gemeinsam umzusetzen. Dieses Vorgehen wird von Bund, Freistaat Bayern und DB InfraGO gemeinsam getragen und wurde zur Sitzung des Bayerisch-Sächsischen-Städtenetzes im Januar dieses Jahres in Plauen von allen Oberbürgermeistern und Oberbürgermeisterinnen gefordert. Fakten zur Franken-Sachsen-Magistrale • Ohne Elektrifizierung ist keine leistungsfähige Schienenverbindung nach Tschechien möglich. • Auf deutscher Seite ist bislang nur 1 von 14 Grenzübergängen elektrifiziert (Dresden–Praha), diese Strecke ist stark überlastet. • Die Franken-Sachsen-Magistrale wäre die erste durchgehend elektrifizierte Verbindung zwischen München und Praha. • Der Bund hat im Koalitionsvertrag festgehalten, zentrale Verkehrsachsen nach Tschechien zügig auszubauen. • Die Bedeutung der Strecke wird auch vom Fahrgastverband PRO BAHN betont, der seinen Bundesverbandstag 2026 in Hof ausrichtet (13.–15. März). Pressemeldung Logistik Agentur Oberfranken e.V. / Geschäftsstelle Bahnelektrifizierung Bayern-Sachsen-Böhmen |
Baden-Württemberg: Kein Grund zum Feiern – Baustart Pfaffensteigtunnel ist ein fatales Signal für die GäubahnErschienen am: 11.02.2026 /Quelle: LOK Report – Aus den Ländern Fotos Pro Gäubahn-Landesbündnis. Das Pro Gäubahn-Landesbündnis reagiert mit scharfer Kritik und Empörung auf den Beginn der vorbereitenden Bauarbeiten für den Pfaffensteigtunnel – einem weiteren Versuch, die gravierenden Planungsfehler von Stuttgart 21 notdürftig zu kaschieren. Statt die internationale Bahnverbindung zwischen Stuttgart, Singen, Zürich und Mailand zu stärken, setzen Deutsche Bahn, Bund und Politik erneut ein verkehrspolitisch falsches, ökonomisch unverantwortliches und klimapolitisch schädliches Signal. Der Pfaffensteigtunnel ist und bleibt eine teure, unwirtschaftliche und verkehrlich sinnlose Fehlplanung, so das Pro Gäubahn Landesbündnis. Er löst kein einziges der strukturellen Probleme der Gäubahn und verschlechtert ihre Leistungsfähigkeit langfristig. Mit einem Nutzen-Kosten-Faktor von unter 0,3 ist das Projekt ökonomisch nicht zu rechtfertigen und hätte nach allen anerkannten Bewertungsmaßstäben niemals genehmigt werden dürfen. Besonders absurd ist: Die Deutsche Bahn hat bis heute keinen einzigen der Tunnel von Stuttgart 21 auch nur annähernd planmäßig fertigstellen können. Massive Kostensteigerungen, jahrelange Verzögerungen und technische Probleme sind dort längst die Regel. Anstatt diese selbst verschuldete Misere aufzuarbeiten, setzt die DB nun auf ein Ablenkungsmanöver – und will mit dem Pfaffensteigtunnel ausgerechnet den längsten Eisenbahntunnel Deutschlands oben drauf setzen. Ein weiteres Hochrisikoprojekt soll davon ablenken, dass Stuttgart 21 insgesamt außer Kontrolle geraten ist. „Wir sehen diesen Baustart nicht als Fortschritt, sondern als verkehrspolitische Bankrotterklärung“, erklärt Hendrik Auhagen, Sprecher von Pro Gäubahn Konstanz. „Die Gäubahn wird damit faktisch von ihrer bewährten, leistungsfähigen Trasse abgehängt und in eine umständliche, störanfällige Sackgasse über Flughafen und Tiefbahnhof gezwungen – zulasten der Fahrgäste, der Zuverlässigkeit und des internationalen Schienenverkehrs.“ Das Landesbündnis kritisiert insbe…
Das Pro Gäubahn-Landesbündnis reagiert mit scharfer Kritik und Empörung auf den Beginn der vorbereitenden Bauarbeiten für den Pfaffensteigtunnel – einem weiteren Versuch, die gravierenden Planungsfehler von Stuttgart 21 notdürftig zu kaschieren. Statt die internationale Bahnverbindung zwischen Stuttgart, Singen, Zürich und Mailand zu stärken, setzen Deutsche Bahn, Bund und Politik erneut ein verkehrspolitisch falsches, ökonomisch unverantwortliches und klimapolitisch schädliches Signal. Der Pfaffensteigtunnel ist und bleibt eine teure, unwirtschaftliche und verkehrlich sinnlose Fehlplanung, so das Pro Gäubahn Landesbündnis. Er löst kein einziges der strukturellen Probleme der Gäubahn und verschlechtert ihre Leistungsfähigkeit langfristig. Mit einem Nutzen-Kosten-Faktor von unter 0,3 ist das Projekt ökonomisch nicht zu rechtfertigen und hätte nach allen anerkannten Bewertungsmaßstäben niemals genehmigt werden dürfen. Besonders absurd ist: Die Deutsche Bahn hat bis heute keinen einzigen der Tunnel von Stuttgart 21 auch nur annähernd planmäßig fertigstellen können. Massive Kostensteigerungen, jahrelange Verzögerungen und technische Probleme sind dort längst die Regel. Anstatt diese selbst verschuldete Misere aufzuarbeiten, setzt die DB nun auf ein Ablenkungsmanöver – und will mit dem Pfaffensteigtunnel ausgerechnet den längsten Eisenbahntunnel Deutschlands oben drauf setzen. Ein weiteres Hochrisikoprojekt soll davon ablenken, dass Stuttgart 21 insgesamt außer Kontrolle geraten ist. „Wir sehen diesen Baustart nicht als Fortschritt, sondern als verkehrspolitische Bankrotterklärung“, erklärt Hendrik Auhagen, Sprecher von Pro Gäubahn Konstanz. „Die Gäubahn wird damit faktisch von ihrer bewährten, leistungsfähigen Trasse abgehängt und in eine umständliche, störanfällige Sackgasse über Flughafen und Tiefbahnhof gezwungen – zulasten der Fahrgäste, der Zuverlässigkeit und des internationalen Schienenverkehrs.“ Das Landesbündnis kritisiert insbesondere: • Verdrängung des echten Ausbaus: Der dringend notwendige zweigleisige Ausbau zwischen Horb und Tuttlingen wird weiter auf unbestimmte Zeit verschoben – mit gravierenden Folgen für Pünktlichkeit, Kapazität und Klimaschutz. • Milliardenverschwendung statt Verkehrswende: Öffentliche Gelder fließen in einen Tunnel ohne verkehrlichen Mehrwert, während sinnvolle und wirksame Investitionen in den Ausbau der Gäubahn systematisch blockiert werden. • Gefährdung der internationalen Verbindung: Die neue Streckenführung schwächt eine zentrale Nord-Süd-Achse des europäischen Bahnnetzes und gefährdet die Anbindung an den stabilen und verlässlichen Schweizer Taktfahrplan. • Steigendes Bau- und Betriebsrisiko: Nach den Erfahrungen mit den S-21-Tunneln drohen auch beim Pfaffensteigtunnel jahrelange Verzögerungen, Kostenexplosionen und dauerhafte Betriebsprobleme – auf Kosten der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. Das Pro Gäubahn-Landesbündnis fordert Bundesregierung und Deutsche Bahn daher mit Nachdruck auf: • den Bau des Pfaffensteigtunnels unverzüglich zu stoppen, • die vorgesehenen Mittel stattdessen in den zügigen und vollständigen zweigleisigen Ausbau der Gäubahn zu investieren, • den Stuttgarter Kopfbahnhof dauerhaft als zentrale Anbindung der Gäubahn zu sichern und die geplante Kappung der Strecke endgültig zu unterlassen. „Der gestrige Baustart ist kein Grund zur Freude – er ist ein Warnsignal“, betont Hans-Jörg Jäkel vom Gäubahnkomitee Stuttgart. „Wer jetzt weiter Milliarden in neue Tunnel steckt, statt bestehende Strecken leistungsfähig auszubauen, verspielt bewusst die Zukunft der Gäubahn. Dagegen werden wir uns weiter mit Nachdruck weiter.“ Info Das Pro Gäubahn-Landesbündnis wurde am 9.3.24 in Rottweil gegründet. Das Bündnis vertritt die Interessen der Bahnstrecke Stuttgart – Böblingen – Horb – Rottweil – Tuttlingen – Singen (-Zürich / Konstanz). • Pro Gäubahn-Initiative Rottweil – Wir wollen zum Hauptbahnhof Pressemeldung Pro Gäubahn-Landesbündnis |
Baden-Württemberg: Kochertalbahn – Entscheidung über Trasse bis Ende 2026Erschienen am: 11.02.2026 /Quelle: LOK Report – Aus den Ländern Fotos Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg/Nicole Okel. Die geplante Reaktivierung der Kochertalbahn zwischen Waldenburg und Künzelsau kommt voran. Bei einer Informationsveranstaltung in der Carl-Julius-Weber-Halle in Kupferzell diskutierten rund 300 Bürger:innen, kommunale Vertreter:innen und Fachleute über mögliche Trassen, Kosten, Umweltaspekte und die künftige Anbindung der Region. Bis Ende 2026 soll eine bevorzugte Trasse feststehen. Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann betonte, dass das Projekt nur im konstruktiven Miteinander gelingen könne. „Das Projekt lässt sich nur im Miteinander realisieren und nicht gegen Widerstände“, sagte er bei der Infoveranstaltung. Die Stadt Künzelsau führt seit 2025 die Projektträgerschaft und will die Gemeinden Kupferzell und Waldenburg wieder stärker einbinden, nachdem diese 2024 ihre finanzielle Unterstützung vorerst eingestellt hatten. Die Vorplanung stützt sich auf eine Machbarkeitsstudie, die die gesamtwirtschaftliche Sinnhaftigkeit bestätigt. Ingenieurbüros untersuchen aktuell zwei Varianten: eine Trasse durchs Künsbachtal und eine Tunnelvariante. Die Kosten liegen grob zwischen 194,5 und 274 Millionen Euro. Bund und Land könnten bis zu 90 Prozent der förderfähigen Baukosten sowie 75 Prozent der Betriebskosten übernehmen. Moritz Link vom Verkehrsministerium unterstrich die aktuell günstigen Förderbedingungen: „Die Voraussetzungen zur Realisierung des Projekts [waren] noch nie so günstig.“ Ein Schwerpunkt der Diskussion war die Umwelt- und Verkehrsverträglichkeit. Besonders der bisher viel genutzte Radweg auf der früheren Bahntrasse könnte bei einer Reaktivierung wegfallen. Planer:innen prüfen Alternativen, um Eingriffe in bestehende Wege möglichst gering zu halten. Auch Fragen zum Lärmschutz, zur ÖPNV‑Verzahnung und zum Erhalt regionaler Buslinien standen im Fokus. Wegen gesetzlicher Vorgaben können parallele Bus‑ und Bahnangebote nicht dauerhaft bestehen. Für den Betrieb sind elektrisch angetriebene Stadtbahnzüge…
Die geplante Reaktivierung der Kochertalbahn zwischen Waldenburg und Künzelsau kommt voran. Bei einer Informationsveranstaltung in der Carl-Julius-Weber-Halle in Kupferzell diskutierten rund 300 Bürger:innen, kommunale Vertreter:innen und Fachleute über mögliche Trassen, Kosten, Umweltaspekte und die künftige Anbindung der Region. Bis Ende 2026 soll eine bevorzugte Trasse feststehen. Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann betonte, dass das Projekt nur im konstruktiven Miteinander gelingen könne. „Das Projekt lässt sich nur im Miteinander realisieren und nicht gegen Widerstände“, sagte er bei der Infoveranstaltung. Die Stadt Künzelsau führt seit 2025 die Projektträgerschaft und will die Gemeinden Kupferzell und Waldenburg wieder stärker einbinden, nachdem diese 2024 ihre finanzielle Unterstützung vorerst eingestellt hatten. Die Vorplanung stützt sich auf eine Machbarkeitsstudie, die die gesamtwirtschaftliche Sinnhaftigkeit bestätigt. Ingenieurbüros untersuchen aktuell zwei Varianten: eine Trasse durchs Künsbachtal und eine Tunnelvariante. Die Kosten liegen grob zwischen 194,5 und 274 Millionen Euro. Bund und Land könnten bis zu 90 Prozent der förderfähigen Baukosten sowie 75 Prozent der Betriebskosten übernehmen. Moritz Link vom Verkehrsministerium unterstrich die aktuell günstigen Förderbedingungen: „Die Voraussetzungen zur Realisierung des Projekts [waren] noch nie so günstig.“ Ein Schwerpunkt der Diskussion war die Umwelt- und Verkehrsverträglichkeit. Besonders der bisher viel genutzte Radweg auf der früheren Bahntrasse könnte bei einer Reaktivierung wegfallen. Planer:innen prüfen Alternativen, um Eingriffe in bestehende Wege möglichst gering zu halten. Auch Fragen zum Lärmschutz, zur ÖPNV‑Verzahnung und zum Erhalt regionaler Buslinien standen im Fokus. Wegen gesetzlicher Vorgaben können parallele Bus‑ und Bahnangebote nicht dauerhaft bestehen. Für den Betrieb sind elektrisch angetriebene Stadtbahnzüge vom Typ VDV Tram‑Train vorgesehen. Sie können Steigungen bis 8,5 Prozent bewältigen, wie sie auf dem Abschnitt zwischen Gaisbach und Künzelsau auftreten. Die geplante Fahrtzeit beträgt 18 Minuten zwischen Künzelsau und Waldenburg. Das Fahrgastpotenzial wird konservativ auf 3.200 Personen pro Werktag geschätzt, rund eine Million im Jahr. Andere Reaktivierungen in Baden‑Württemberg zeigen, dass solche Prognosen oft übertroffen werden. Als Beispiel gilt die Schönbuchbahn, die deutlich mehr Menschen nutzen als erwartet. Hohe Zustimmung der Bürger:innen Eine Umfrage unter 2.765 Einwohner:innen aus dem Hohenlohekreis zeigt: 77,1 Prozent der Befragten freuen sich auf die Kochertalbahn, nur 15,8 Prozent tun das nicht. Als weitere Schritte der Bürgerbeteiligung sind im März drei Beteiligungswerkstätten vorgesehen. Am 20. März um 18 Uhr in Waldenburg, am 21. März um 10 Uhr in Kupferzell und um 14.30 Uhr in Künzelsau. Sie sollen helfen, offene Fragen zu klären und Akzeptanz in allen beteiligten Kommunen zu stärken. Eine Anmeldung ist über die Projektwebseite kochertalbahn.info möglich. Mehr zur Infoveranstaltung lesen Sie hier. Pressemeldung Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg mbH |
Baden-Württemberg: VRS sucht technische Beratung zur Fahrzeugbeschaffung für die S-Bahn StuttgartErschienen am: 11.02.2026 /Quelle: LOK Report – Aus den Ländern Der Verband Region Stuttgart, Körperschaft des öffentlichen Rechts, hat im Amtsblatt der Europäischen Union Technische Beratungs- und Unterstützungsleistungen für die S-Bahn Stuttgart mit einer Laufzeit von 8 Jahren ausgeschrieben (99815-2026). Der Verband Region Stuttgart (“VRS”) plant als Aufgabenträger des SPNV die Neuvergabe der Verkehrsdienstleistungen auf den Linien der S-Bahn Stuttgart und ausgewählten Nebenbahnen. Einen Teil der Fahrzeugflotte wird der VRS bereitstellen. Hierfür wird er vom derzeitigen Betreiber der S-Bahn Stuttgart voraussichtlich 56 Fahrzeuge vom Typ ET 430 erwerben. Da diese Fahrzeuge für die Erbringung der notwendigen Verkehrsleistungen nicht ausreichen werden, initiiert der VRS derzeit zur unterbrechungsfreien Sicherstellung der Fahrzeugverfügbarkeit einen Fahrzeugbeschaffungsprozess. Nach aktuellem Stand steht noch nicht fest, ob der VRS darüber hinaus vom Eisenbahnverkehrsunternehmen (“EVU”) bereitgestellte Gebrauchtfahrzeuge zulassen wird. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Bekanntmachung steht außerdem das Fahrzeugfinanzierungsmodell für die Neufahrzeuge noch nicht fest. Der VRS erwägt sowohl das sogenannte VRS-Eigentumsmodell als auch das sogenannte VRS-Lebenszyklusmodell. • Nach dem VRS-Eigentumsmodell beschafft der VRS vom EVU die für die Verkehrsleistungen erforderlichen Fahrzeuge und verpachtet diese für die Dauer des Verkehrsvertrages an das EVU zurück. Der VRS erwirbt die Fahrzeuge nicht unmittelbar vom Hersteller. Vielmehr erwirbt das EVU die Fahrzeuge vom Hersteller und übereignet diese anschließend an den VRS. Die Fahrzeugbeschaffung ist bei diesem Modell in die Ausschreibung der Verkehrsleistungen integriert. Da das EVU die Fahrzeuge beim Hersteller beschafft, ist der VRS nicht verpflichtet, den Bau der Fahrzeuge unmittelbar zu begleiten. Die Rolle des VRS beschränkt sich auf eine überwachende Rolle des EVU. • Nach dem VRS-Lebenszyklusmodell beschafft der VRS die Fahrzeuge – anders als im VRS-Eigentumsmodell – unmitte… Der Verband Region Stuttgart, Körperschaft des öffentlichen Rechts, hat im Amtsblatt der Europäischen Union Technische Beratungs- und Unterstützungsleistungen für die S-Bahn Stuttgart mit einer Laufzeit von 8 Jahren ausgeschrieben (99815-2026). Der Verband Region Stuttgart (“VRS”) plant als Aufgabenträger des SPNV die Neuvergabe der Verkehrsdienstleistungen auf den Linien der S-Bahn Stuttgart und ausgewählten Nebenbahnen. Einen Teil der Fahrzeugflotte wird der VRS bereitstellen. Hierfür wird er vom derzeitigen Betreiber der S-Bahn Stuttgart voraussichtlich 56 Fahrzeuge vom Typ ET 430 erwerben. Da diese Fahrzeuge für die Erbringung der notwendigen Verkehrsleistungen nicht ausreichen werden, initiiert der VRS derzeit zur unterbrechungsfreien Sicherstellung der Fahrzeugverfügbarkeit einen Fahrzeugbeschaffungsprozess. Nach aktuellem Stand steht noch nicht fest, ob der VRS darüber hinaus vom Eisenbahnverkehrsunternehmen (“EVU”) bereitgestellte Gebrauchtfahrzeuge zulassen wird. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Bekanntmachung steht außerdem das Fahrzeugfinanzierungsmodell für die Neufahrzeuge noch nicht fest. Der VRS erwägt sowohl das sogenannte VRS-Eigentumsmodell als auch das sogenannte VRS-Lebenszyklusmodell. • Nach dem VRS-Eigentumsmodell beschafft der VRS vom EVU die für die Verkehrsleistungen erforderlichen Fahrzeuge und verpachtet diese für die Dauer des Verkehrsvertrages an das EVU zurück. Der VRS erwirbt die Fahrzeuge nicht unmittelbar vom Hersteller. Vielmehr erwirbt das EVU die Fahrzeuge vom Hersteller und übereignet diese anschließend an den VRS. Die Fahrzeugbeschaffung ist bei diesem Modell in die Ausschreibung der Verkehrsleistungen integriert. Da das EVU die Fahrzeuge beim Hersteller beschafft, ist der VRS nicht verpflichtet, den Bau der Fahrzeuge unmittelbar zu begleiten. Die Rolle des VRS beschränkt sich auf eine überwachende Rolle des EVU. • Nach dem VRS-Lebenszyklusmodell beschafft der VRS die Fahrzeuge – anders als im VRS-Eigentumsmodell – unmittelbar vom Hersteller. Hierzu würde der VRS eine gesonderte Ausschreibung durchführen, die neben der Beschaffung der Fahrzeuge auch die langfristige Sicherstellung der Verfügbarkeit der Fahrzeuge während des Betriebs zum Gegenstand hat. Das EVU ist also nicht direkt in die Fahrzeugbeschaffung eingebunden. Vielmehr ist der VRS dafür verantwortlich, den Hersteller auszuwählen und die Fahrzeugbeschaffung abzuwickeln. Der VRS muss im VRS-Lebenszyklusmodell die Fahrzeugbeschaffung (inklusive Fahrzeugbau), Abnahme und Instandhaltung der Fahrzeuge technisch fachgerecht begleiten. Der VRS würde die Fahrzeuge anschließend für die Dauer des Verkehrsvertrages dem EVU in einem funktionsfähigen Zustand zur Verfügung stellen. Gegenstand der Ausschreibung sind technische Beratungs- und Unterstützungsleistungen zur Vorbereitung und Begleitung der Beschaffung neuer Schienenfahrzeuge für das S-Bahn-Netz der Region Stuttgart entweder im VRS-Eigentumsmodell oder im VRS-Lebenszyklusmodell. Die Leistungen des hier ausgeschriebenen technischen Beraters umfassen insbesondere die Prüfung, Ergänzung (ggf. durch weitere Anlagen) und vergabereife Aufbereitung bereits vorliegender technischer Lastenheftentwürfe für unterschiedliche Fahrzeugtypen, einschließlich der Erarbeitung technischer Spezifikationen zur Angleichung bestehender Gebrauchtfahrzeuge an Neufahrzeuge. Ziel ist es, in beiden Fahrzeugkategorien (Neu- und Bestandsfahrzeuge) ein möglichst einheitliches und vergleichbares Kundenerlebnis herzustellen. Zudem wird der technische Berater insbesondere die notwendigen technischen Dokumente zur Verkehrsausschreibung, u.a. zum Verkehrsvertrag sowie zu den Verträgen des VRS-Eigentumsmodells oder VRS-Lebenszyklusmodells, erstellen. Im Auftrag des VRS wird bereits ein erster Entwurf für ein Fahrzeuglastenheft erarbeitet. Es ist nicht ausgeschlossen, dass sich dieses Unternehmen an dem Vergabeverfahren beteiligt. Der Auftraggeber wird alle Maßnahmen ergreifen, die erforderlich und angemessen sind, um einen Informations- und Wissensvorsprung des Unternehmens zu vermeiden. Aufgabe des ausgewählten Beraters ist es zudem, den Auftraggeber bei der Vorbereitung und Durchführung der Fahrzeug- und Betriebsausschreibungen in allen technischen Fragen zu unterstützen. Für den Auftraggeber sind die Erfahrungen des Beraters mit Eigentums- und Lebenszyklusmodellen und Berechnungen der Energieverbräuche von Schienenpersonennahverkehrszügen von herausragender Bedeutung. Parallel zu der hier vorliegenden Vergabe wählt der VRS ein Unternehmen aus, das die Anforderungen an die neuen Fahrzeuge im Hinblick auf das Design und die Funktionalität aus Fahrgastsicht erarbeitet. Der VRS plant, bis Ende Juni 2026 alle notwendigen Unterlagen für die Ausschreibung des Verkehrsvertrages zu finalisieren. Für die Fahrzeugbeschaffung sind nach aktuellem Stand folgende Meilensteine vorgesehen: • Ab Sommer 2026: Veröffentlichung des Teilnahmewettbewerbs und Aufnahme der Verhandlungen Der VRS behält sich vor, optional auch technische Beratungs- und Unterstützungsleistungen für die Baubegleitungs- und die Instandhaltungsphase der Fahrzeuge zu beauftragen. Der VRS führt ein beschleunigtes Verfahren nach § 17 Abs. 3 VgV durch. Der Projektzeitplan des Projektes ist sehr eng. Die für das Projekt vorgesehene Zeitschiene kann nur eingehalten werden, wenn der Auftragnehmer frühzeitig beauftragt wird. Eine Verzögerung der Auftragsvergabe kann der VRS nur durch eine Verkürzung der Teilnahmefrist ausgleichen, da andernfalls der Projekterfolg gefährdet ist. Frist für den Eingang der Teilnahmeanträge ist der 06/03/2026. Quelle EU-Amtsblatt |
Hessen: Fahrgastzahlen im NVV steigen weiterErschienen am: 10.02.2026 /Quelle: LOK Report – Aus den Ländern Foto NVV. Das Bus- und Bahnangebot in Nordhessen muss erhalten und weiter verbessert werden: Diesen Ausblick geben NVV-Geschäftsführer Marian Volmer und NVV-Aufsichtsratsvorsitzender Andreas Siebert zum Jahresbeginn 2026. „In den vergangenen Jahren haben wir uns darauf konzentriert, das ÖPNV-Angebot unter dem Motto ‚Jedes Dorf, jede Stunde‘ auszubauen. Auf diese Angebots-Offensive folgt jetzt die Qualitäts-Offensive“, sagt Siebert. Im Fokus stehen nun beispielsweise die Zuverlässigkeit der Fahrgastinformationen, der Service für die Kundinnen und Kunden, sowie Sauberkeit und Sicherheit an Haltestellen und in den Fahrzeugen. „Daran arbeiten wir gemeinsam mit unseren Partnern – den von uns beauftragten Verkehrsunternehmen und Dienstleistern sowie den Landkreisen und Kommunen“, betont Volmer. Ziel ist es, das bestehende Angebot dauerhaft attraktiv, verständlich und verlässlich zu gestalten. Qualitäts-Offensive und Fahrgast-Dialog Vieles laufe schon sehr gut: So gebe es in den Regionalzügen im NVV-Gebiet bereits eine sehr gute Zugbegleitquote. „Dies trägt zum Sicherheitsgefühl unserer Fahrgäste bei“, so der NVV-Geschäftsführer. Rückmeldungen von Fahrgästen zeigten aber auch, wo es noch Verbesserungspotenzial gebe: Beispielsweise beim Ticketkauf in der NVV-App sowie an den Automaten. „Das Feedback unserer Kundinnen und Kunden nehmen wir sehr ernst. Es hilft uns, noch besser zu werden“, sagt Marian Volmer. So soll beispielsweise die Menüführung der Ticketautomaten an den Bahnsteigen und in den RegioTram-Fahrzeugen angepasst werden, um die Nutzung zu vereinfachen. Darüber hinaus wird die NVV-App für eine komfortable Reiseplanung weiter optimiert. Die Möglichkeit, das digitale Deutschland-Ticket über die NVV-App zu abonnieren, wird von den Kundinnen und Kunden bereits gut angenommen. Während der NVV seit vielen Jahren mit der 5-Minuten-Garantie ein klares Serviceversprechen gibt und bundesweit Maßstäbe in der Qualitätsarbeit setzt, soll auch der direkte Dialog mit den Fahrgä…
Das Bus- und Bahnangebot in Nordhessen muss erhalten und weiter verbessert werden: Diesen Ausblick geben NVV-Geschäftsführer Marian Volmer und NVV-Aufsichtsratsvorsitzender Andreas Siebert zum Jahresbeginn 2026. „In den vergangenen Jahren haben wir uns darauf konzentriert, das ÖPNV-Angebot unter dem Motto ‚Jedes Dorf, jede Stunde‘ auszubauen. Auf diese Angebots-Offensive folgt jetzt die Qualitäts-Offensive“, sagt Siebert. Im Fokus stehen nun beispielsweise die Zuverlässigkeit der Fahrgastinformationen, der Service für die Kundinnen und Kunden, sowie Sauberkeit und Sicherheit an Haltestellen und in den Fahrzeugen. „Daran arbeiten wir gemeinsam mit unseren Partnern – den von uns beauftragten Verkehrsunternehmen und Dienstleistern sowie den Landkreisen und Kommunen“, betont Volmer. Ziel ist es, das bestehende Angebot dauerhaft attraktiv, verständlich und verlässlich zu gestalten. Qualitäts-Offensive und Fahrgast-Dialog Vieles laufe schon sehr gut: So gebe es in den Regionalzügen im NVV-Gebiet bereits eine sehr gute Zugbegleitquote. „Dies trägt zum Sicherheitsgefühl unserer Fahrgäste bei“, so der NVV-Geschäftsführer. Rückmeldungen von Fahrgästen zeigten aber auch, wo es noch Verbesserungspotenzial gebe: Beispielsweise beim Ticketkauf in der NVV-App sowie an den Automaten. „Das Feedback unserer Kundinnen und Kunden nehmen wir sehr ernst. Es hilft uns, noch besser zu werden“, sagt Marian Volmer. So soll beispielsweise die Menüführung der Ticketautomaten an den Bahnsteigen und in den RegioTram-Fahrzeugen angepasst werden, um die Nutzung zu vereinfachen. Darüber hinaus wird die NVV-App für eine komfortable Reiseplanung weiter optimiert. Die Möglichkeit, das digitale Deutschland-Ticket über die NVV-App zu abonnieren, wird von den Kundinnen und Kunden bereits gut angenommen. Während der NVV seit vielen Jahren mit der 5-Minuten-Garantie ein klares Serviceversprechen gibt und bundesweit Maßstäbe in der Qualitätsarbeit setzt, soll auch der direkte Dialog mit den Fahrgästen weiter gestärkt werden. Die erfolgreiche Veranstaltungsreihe „Lass uns reden“ wird daher in diesem Jahr fortgesetzt, um Hinweise, Anregungen und Kritik frühzeitig aufzunehmen. Ergänzt wird der Dialog durch ein etabliertes Beschwerdemanagement, das hilft, Probleme systematisch zu erkennen und konkrete Verbesserungen umzusetzen. Auch der Umbau der NVV-Kundenzentren wird fortgesetzt. Der NVV arbeitet gemeinsam mit seinen Vertriebsdienstleistern daran, die Abläufe zu optimieren und den Service für die Fahrgäste spürbar zu verbessern. Ziel ist es, an allen Standorten ein verlässliches und kundenfreundliches Beratungs- und Verkaufsangebot sicherzustellen. Auch die Gestaltung der Haltestellen hat der Nordhessische VerkehrsVerbund im Blick. Unter anderem berät und unterstützt der NVV Kommunen beim barrierefreien Ausbau der Haltestellen und hat einen Leitfaden für “Zukunftsfähige Haltestellen in Nordhessen” erstellt. Die Broschüre enthält wichtige Informationen für eine bedarfsgerechte und zugleich attraktive Haltestelleninfrastruktur in den Kommunen und deren Qualitätssicherung. Beim Ausbau von Haltestellen können Städte und Gemeinden auch Digitale Fahrgastinformations-Anzeiger (DFI) an den Haltestellen aufstellen. Darüber können Fahrgäste aktuell über mögliche Verspätungen oder Ausfälle informiert werden. Beim Erscheinungsbild der Haltestellen spielt ebenfalls das Feedback von Kundinnen und Kunden eine wichtige Rolle: Fahrgäste können beispielsweise Schäden an Haltestellen direkt an den NVV melden, so dass diese zeitnah behoben werden können. Mehr Fahrgäste in Bussen, Regionalzügen und RegioTrams Nach eineinhalb Jahren als Geschäftsführer des Nordhessischen VerkehrsVerbunds zieht Volmer eine positive Bilanz. „Unser Ziel ‚Jedes Dorf, jede Stunde“ haben wir fast im gesamten NVV-Gebiet erreicht. Bis auf wenige Ausnahmen ist jeder Ort mit mehr als 200 Einwohnern mindestens einmal pro Stunde über den ÖPNV an wichtige Ziele in der Region angeschlossen.“ Siebert ergänzt: „Unsere Fahrgäste wissen dieses gute Bus- und Bahnangebot zu schätzen – das zeigen auch die steigenden Fahrgastzahlen.“ Im Linienbusverkehr im NVV-Gebiet sind die Fahrgastzahlen 2025 im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent gestiegen. Gegenüber dem Vor-Corona-Niveau im Jahr 2019 verzeichnet der NVV im Busverkehr einen Anstieg der Fahrgastzahlen um 34 Prozent – an den Wochenenden sogar um 60 Prozent. Die am stärksten nachgefragten Buslinien im NVV-Gebiet sind zum einen Linien, die die Stadt Kassel mit den nordhessischen Landkreisen verknüpfen – beispielsweise die Linie 37 (Söhrewald <> Lohfelden <> Kassel) und die Linie 500 (Bad Wildungen <> Fritzlar <> Kassel). Doch auch Buslinien ohne Anbindung an Kassel verzeichnen hohe Fahrgastzahlen, wie zum Beispiel die Linie 470 (Schwalmstadt <> Neukirchen <> Bad Hersfeld), die Linie 540 (Hatzfeld <> Allendorf <> Frankenberg) oder auch StadtBuslinien wie in Eschwege. „Das verdeutlicht, dass die Menschen in ganz Nordhessen von dem guten ÖPNV-Angebot profitieren – auch in den ländlich geprägten Regionen“, sagt Marian Volmer. In den kommenden Jahren will der NVV die letzten Lücken schließen, um den Stundentakt flächendeckend für ganz Nordhessen anzubieten. Dies erfolgt im Rahmen der Neuvergabe von Verkehrsverträgen, deren Ausschreibung bereits in den vergangenen Jahren erfolgt ist. Für den Regionalzug- und RegioTramverkehr liegt zwar noch keine Auswertung der Fahrgastzahlen für 2025 vor. Im Jahr 2024 war gegenüber dem Vor-Corona-Niveau im Jahr 2019 eine deutliche Steigerung der Nutzung zu verzeichnen: im von der Kurhessenbahn betriebenen Nord-West-Hessen-Netz um 28 Prozent, im von Cantus betriebenen Nord-Ost-Hessen-Netz um 22 Prozent und im RegioTram-Netz um 9 Prozent. „Für mich ist diese positive Entwicklung ein Anlass, Danke zu sagen“, so NVV-Geschäftsführer Marian Volmer. „Unseren Fahrgästen, die uns die Treue halten. Den Verkehrsunternehmen und Dienstleistern, ohne die es dieses ÖPNV-Angebot in Nordhessen nicht gäbe. Den Landkreisen und Kommunen – denn in Zeiten knapper kommunaler Kassen ist es nicht selbstverständlich, in den öffentlichen Nahverkehr zu investieren.“ Das weiß auch Andreas Siebert, NVV-Aufsichtsratsvorsitzender und Landrat des Landkreises Kassel. „Aber die Investitionen lohnen sich“, stellt er klar. „Denn ein gutes Bus- und Bahnangebot in Nordhessen zahlt sich aus: für soziale Teilhabe, für Wirtschaft und Tourismus und für Klima- und Umweltschutz.“ Einschränkungen durch Bauarbeiten am Schienennetz In den kommenden Jahren rechnet der Nordhessische VerkehrsVerbund mit verstärkten Einschränkungen im Regionalzug- und RegioTramverkehr aufgrund von Baustellen an Schienenstrecken. „Ausfälle und Verspätungen werden die Geduld unserer Fahrgäste zunehmend auf die Probe stellen“, sagt Marian Volmer. „Der NVV steht deshalb in engem Austausch mit der Deutschen Bahn als Bauherrin. Unser Ziel ist, die Einschränkungen für die Fahrgäste in Nordhessen so gering wie möglich zu halten. Langfristig hoffen wir, dass die Arbeiten am Schienennetz zu mehr Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit im Regionalzugverkehr führen.“ Pressemeldung NVV |
NRW: TRI, National Express, DB Regio NRW, Trans Regio und Rurtalbahn fahren zum KarnevalErschienen am: 10.02.2026 /Quelle: LOK Report – Aus den Ländern Foto TRI. Der Straßenkarneval steht vor der Tür – und damit auch wieder viele Jecke, die zwischen Weiberfastnacht und Veilchendienstag (12. Februar bis 17. Februar) zum Feiern in die Domstadt und wieder zurück nach Hause wollen. Damit alle gut und sicher ankommen, sorgen die Aufgabenträger des Schienenpersonennahverkehrs go.Rheinland und Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) in Zusammenarbeit mit den Eisenbahnverkehrsunternehmen TRI Train Rental GmbH (TRI), National Express, DB Regio NRW, Trans Regio und Rurtalbahn für zusätzliche Züge und eine höhere Kapazität. Von Weiberfastnacht bis Rosenmontag pendelt TRI ab dem frühen Morgen bis circa 24 Uhr stündlich zwischen Köln Hbf und Düsseldorf Hbf. Zudem wird es an diesen Tagen jeweils zwei Zusatzfahrten geben, die morgens bereits in Essen Hbf starten. In den Abendstunden werden zwei Züge bereits am Bahnhof Köln Süd beginnen. Insgesamt können so 170 Zusatzfahrten durch TRI angeboten werden. Zudem wird National Express an Weiberfastnacht und Rosenmontag Sonderzüge auf dem Linienweg des RE 1 zwischen Köln Hbf und Oberhausen Hbf beziehungsweise Duisburg Hbf anbieten. Pro Tag wird es von National Express fünf Sonderfahrten pro Fahrtrichtung geben. Aufgrund des zu erwartenden höheren Fahrgastaufkommens werden National Express, Trans Regio (MittelrheinBahn) und die Rurtalbahn an den jecken Tagen die Kapazitäten ihrer Züge bei mehreren Linien erhöhen (Einsatz längerer Züge). Geplant ist dies auf den Linien RB 21 Süd und Nord, RB 26 und RB 48. Auch DB Regio wird an Weiberfastnacht und Rosenmontag die Kapazitäten bei der RB 24 stärken. Am Wochenende (Freitag, 13.02., 20 Uhr bis Montag, 16.02., 5 Uhr) wird es aufgrund einer Baustelle zwischen Köln Messe/Deutz und Erftstadt Schienenersatzverkehr (SEV) geben. Dieser wird ebenfalls gestärkt. Die Deutsche Bahn setzt an den Karnevalstagen über 100 zusätzliche Sicherheitskräfte in Köln Hbf, Bonn Hbf und Köln Süd ein. Gleichzeitig weist die DB noch einmal eindringlich darauf hin, Gleisanlagen…
Der Straßenkarneval steht vor der Tür – und damit auch wieder viele Jecke, die zwischen Weiberfastnacht und Veilchendienstag (12. Februar bis 17. Februar) zum Feiern in die Domstadt und wieder zurück nach Hause wollen. Damit alle gut und sicher ankommen, sorgen die Aufgabenträger des Schienenpersonennahverkehrs go.Rheinland und Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) in Zusammenarbeit mit den Eisenbahnverkehrsunternehmen TRI Train Rental GmbH (TRI), National Express, DB Regio NRW, Trans Regio und Rurtalbahn für zusätzliche Züge und eine höhere Kapazität. Von Weiberfastnacht bis Rosenmontag pendelt TRI ab dem frühen Morgen bis circa 24 Uhr stündlich zwischen Köln Hbf und Düsseldorf Hbf. Zudem wird es an diesen Tagen jeweils zwei Zusatzfahrten geben, die morgens bereits in Essen Hbf starten. In den Abendstunden werden zwei Züge bereits am Bahnhof Köln Süd beginnen. Insgesamt können so 170 Zusatzfahrten durch TRI angeboten werden. Zudem wird National Express an Weiberfastnacht und Rosenmontag Sonderzüge auf dem Linienweg des RE 1 zwischen Köln Hbf und Oberhausen Hbf beziehungsweise Duisburg Hbf anbieten. Pro Tag wird es von National Express fünf Sonderfahrten pro Fahrtrichtung geben. Aufgrund des zu erwartenden höheren Fahrgastaufkommens werden National Express, Trans Regio (MittelrheinBahn) und die Rurtalbahn an den jecken Tagen die Kapazitäten ihrer Züge bei mehreren Linien erhöhen (Einsatz längerer Züge). Geplant ist dies auf den Linien RB 21 Süd und Nord, RB 26 und RB 48. Auch DB Regio wird an Weiberfastnacht und Rosenmontag die Kapazitäten bei der RB 24 stärken. Am Wochenende (Freitag, 13.02., 20 Uhr bis Montag, 16.02., 5 Uhr) wird es aufgrund einer Baustelle zwischen Köln Messe/Deutz und Erftstadt Schienenersatzverkehr (SEV) geben. Dieser wird ebenfalls gestärkt. Die Deutsche Bahn setzt an den Karnevalstagen über 100 zusätzliche Sicherheitskräfte in Köln Hbf, Bonn Hbf und Köln Süd ein. Gleichzeitig weist die DB noch einmal eindringlich darauf hin, Gleisanlagen keinesfalls unbefugt zu betreten – das gefährdet das eigene Leben und bringt den Zugverkehr durcheinander. Alle Sonderfahrten sind in den elektronischen Auskunftssystemen hinterlegt. Daher gilt: Vor Fahrtantritt bitte immer aktuell informieren. Sechs Tage fahren mit nur einem Ticket Auch in diesem Jahr gibt es wieder attraktive Ticketangebote zu Karneval: Mit dem KarnevalsTicket des Verkehrsverbunds Rhein-Sieg (VRS) kann man ganze sechs Tage lang (von Weiberfastnacht bis einschließlich Veilchendienstag) im VRS-Netz fahren. Dies bedeutet: Das KarnevalsTicket gilt auch im sogenannten kleinen Grenzverkehr VRS/VRR sowie auf Fahrten von und nach Titz, Merzenich, Düren, Nörvenich und Vettweiß im Aachener Verkehrsverbund (AVV), in Meinerzhagen (Verkehrsgemeinschaft Ruhr-Lippe) und im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz sowie auf ausgewählten Linien in Olpe/Drolshagen (Verkehrsgemeinschaft Westfalen-Süd) und den Landkreisen Altenkirchen, Neuwied und Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz. Das Ticket gibt es auch in diesem Jahr wieder ausschließlich als VRS-HandyTicket oder als VRS-OnlineTicket im Ticketshop der VRS-Verkehrsunternehmen für 32,40 Euro. Es ist gültig für eine Person und beliebig viele Fahrten im genannten Zeitraum. Kinder bis einschließlich 5 Jahren fahren gratis mit. Für die Jecken, die alleine oder in der Gruppe an nur einem Tag unterwegs sind, lohnen sich die 24StundenTickets des VRS. Keine zeitlichen Einschränkungen am Rosenmontag Ein weiterer Vorteil: Rosenmontag ist im VRS ein „Feiertag“! Demnach gelten keine zeitlichen Einschränkungen, z.B. beim Formel9Ticket; auch für die Mitnahmeregelungen der AboTickets werden die Wochenend- und Feiertagsregelungen angewendet – und zwar im gesamten VRS-Netz. Auch im AVV gibt es ein Ticket für die tollen Tage: Mit dem digitalen Karnevalsticket fahren die Jecken für 23,20 Euro sechs Tage lang von Fettdonnerstag, 12. Februar, bis Veilchendienstag, 17. Februar, im gesamten AVV-Netz. Das Ticket gibt es ausschließlich als Handy-Ticket in der Mobilitätsapp naveo. Das digitale Karnevalsticket ist gültig für eine Person und beliebig viele Fahrten im genannten Zeitraum. Kinder bis einschließlich fünf Jahren fahren gratis mit. Pressemeldung VRS, Go-Rheinland, AVV |
Hamburg: Pilotprojekt zur Meldung von Verschmutzungen in U-Bahn-WagenErschienen am: 10.02.2026 /Quelle: LOK Report – Aus den Ländern Foto Hochbahn. Die Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) startet ab dieser Woche ein Pilotprojekt zur Meldung von Verschmutzungen in U-Bahn-Wagen. Im sechsmonatigen Test können Fahrgäste der U3 Verschmutzungen einfach per QR-Code melden. Insgesamt 5 U-Bahnen der U3 werden dafür mit Aufklebern versehen, die sich neben den Türen sowie im Bereich der Sitzgruppen befinden und einen QR-Code enthalten. Fahrgäste können diesen scannen und werden auf eine Web-App geführt, über die sie mit wenigen Klicks eine Verschmutzung melden und ein entsprechendes Foto hochladen können. Datum, Zug- und Wagennummer sind bereits hinterlegt, sodass die Meldung einfach und schnell erfolgt. Die eingehenden Meldungen laufen an zentraler Stelle auf und werden an die TEREG Gebäudedienste GmbH weitergeleitet, sodass eine Reinigung zeitnah im Rahmen der betrieblichen Möglichkeiten erfolgen kann. Ziel des Pilotprojektes ist es, zu überprüfen, in welchem Umfang das Angebot von den Fahrgästen genutzt wird und wie sie die Funktion bewerten. Die gewonnenen Erkenntnisse werden nach Abschluss des Testzeitraums ausgewertet. Auf dieser Basis wird entschieden, ob und in welcher Form das Angebot fortgeführt und auf weitere Linien ausgeweitet werden kann. Pressemeldung Hochbahn…
Die Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) startet ab dieser Woche ein Pilotprojekt zur Meldung von Verschmutzungen in U-Bahn-Wagen. Im sechsmonatigen Test können Fahrgäste der U3 Verschmutzungen einfach per QR-Code melden. Insgesamt 5 U-Bahnen der U3 werden dafür mit Aufklebern versehen, die sich neben den Türen sowie im Bereich der Sitzgruppen befinden und einen QR-Code enthalten. Fahrgäste können diesen scannen und werden auf eine Web-App geführt, über die sie mit wenigen Klicks eine Verschmutzung melden und ein entsprechendes Foto hochladen können. Datum, Zug- und Wagennummer sind bereits hinterlegt, sodass die Meldung einfach und schnell erfolgt. Die eingehenden Meldungen laufen an zentraler Stelle auf und werden an die TEREG Gebäudedienste GmbH weitergeleitet, sodass eine Reinigung zeitnah im Rahmen der betrieblichen Möglichkeiten erfolgen kann. Ziel des Pilotprojektes ist es, zu überprüfen, in welchem Umfang das Angebot von den Fahrgästen genutzt wird und wie sie die Funktion bewerten. Die gewonnenen Erkenntnisse werden nach Abschluss des Testzeitraums ausgewertet. Auf dieser Basis wird entschieden, ob und in welcher Form das Angebot fortgeführt und auf weitere Linien ausgeweitet werden kann. Pressemeldung Hochbahn |
Rheinland-Pfalz: Fahrgastzentrum Gerolstein öffnet mit neuem Design in besseren RäumenErschienen am: 10.02.2026 /Quelle: LOK Report – Aus den Ländern Fotos SPNV-Nord, Bettina Hauptmann. Das Fahrgastzentrum in Gerolstein ist innerhalb des Bahnhofsgebäudes in der Bahn-hofstraße 4 umgezogen: Wo früher Brötchen über die Ladentheke gingen, werden nun Tickets für den ÖPNV verkauft. Seit Mittwoch, 4. Februar 2026, wird Service und Beratung rund um Schiene und Bus in neu renovierten Räumen angeboten, in denen vorher die Landbäckerei Roden eine Filiale hatte. Der Vertriebsdienstleister bleibt die Transdev Vertrieb GmbH. Eine vorübergehende Schließung aufgrund des Umzugs war nicht notwendig gewesen: Bis zum 3. Februar 2026 hatte das Fahrgastzentrum wie gewohnt in den bisherigen Räumlichkeiten im Bahnhofsgebäude geöffnet, die es sich mit der Tourist-Information Gerolstein geteilt hatte. „Auch in Zeiten der zunehmenden Digitalisierung ist die persönliche Beratung für viele Fahrgäste notwendig und wichtig. Gerolstein braucht eine zentrale Anlaufstelle für alle Fragen und Serviceleistungen rund um den öffentlichen Nahverkehr“, sagt Thorsten Müller, Verbandsdirektor des Zweckverbands Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord). „Wir sind froh, dass uns nun im Bahnhofsgebäude ein größe-rer Raum zur Verfügung steht, in der die Transdev Vertrieb GmbH in unserem Auftrag ihren Service anbieten kann. Zudem ist nun ein direkter Zugang vom Fahrgastzent-rum zum Bahnsteig 1 möglich“, so Müller weiter. Damit verfügt das neue Fahrgast-zentrum über zwei Zugänge: vom Bahnhofsgebäude und vom Hausbahnsteig, also Bahnsteig 1, der sich direkt am Gebäude befindet. Landrätin Julia Gieseking macht deutlich: „Ein Gespräch vor Ort ist durch keine Ser-vicehotline und keinen KI-Chat zu ersetzen. Viele Menschen sind nach wie vor auf eine persönliche Beratung angewiesen, wenn es um Bus- und Bahnangebote geht. Gerade im ländlichen Raum ist ein verlässliches, gut erreichbares Fahrgastzentrum ein wichti-ger Baustein für eine attraktive und zukunftsfähige Mobilität. Ich freue mich, dass wir den Bürgerinnen und Bürgern hier einen modernen Serv…
Das Fahrgastzentrum in Gerolstein ist innerhalb des Bahnhofsgebäudes in der Bahn-hofstraße 4 umgezogen: Wo früher Brötchen über die Ladentheke gingen, werden nun Tickets für den ÖPNV verkauft. Seit Mittwoch, 4. Februar 2026, wird Service und Beratung rund um Schiene und Bus in neu renovierten Räumen angeboten, in denen vorher die Landbäckerei Roden eine Filiale hatte. Der Vertriebsdienstleister bleibt die Transdev Vertrieb GmbH. Eine vorübergehende Schließung aufgrund des Umzugs war nicht notwendig gewesen: Bis zum 3. Februar 2026 hatte das Fahrgastzentrum wie gewohnt in den bisherigen Räumlichkeiten im Bahnhofsgebäude geöffnet, die es sich mit der Tourist-Information Gerolstein geteilt hatte. „Auch in Zeiten der zunehmenden Digitalisierung ist die persönliche Beratung für viele Fahrgäste notwendig und wichtig. Gerolstein braucht eine zentrale Anlaufstelle für alle Fragen und Serviceleistungen rund um den öffentlichen Nahverkehr“, sagt Thorsten Müller, Verbandsdirektor des Zweckverbands Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord). „Wir sind froh, dass uns nun im Bahnhofsgebäude ein größe-rer Raum zur Verfügung steht, in der die Transdev Vertrieb GmbH in unserem Auftrag ihren Service anbieten kann. Zudem ist nun ein direkter Zugang vom Fahrgastzent-rum zum Bahnsteig 1 möglich“, so Müller weiter. Damit verfügt das neue Fahrgast-zentrum über zwei Zugänge: vom Bahnhofsgebäude und vom Hausbahnsteig, also Bahnsteig 1, der sich direkt am Gebäude befindet. Landrätin Julia Gieseking macht deutlich: „Ein Gespräch vor Ort ist durch keine Ser-vicehotline und keinen KI-Chat zu ersetzen. Viele Menschen sind nach wie vor auf eine persönliche Beratung angewiesen, wenn es um Bus- und Bahnangebote geht. Gerade im ländlichen Raum ist ein verlässliches, gut erreichbares Fahrgastzentrum ein wichti-ger Baustein für eine attraktive und zukunftsfähige Mobilität. Ich freue mich, dass wir den Bürgerinnen und Bürgern hier einen modernen Servicepunkt in neuen und freund-lichen Räumen mit ansprechendem Design anbieten können. Das ist ein wichtiger Bei-trag zu einem attraktiven und verlässlichen öffentlichen Nahverkehr in unserer Re-gion.“ Am Montag, 9. Februar, hatte der SPNV-Nord die Landrätin sowie den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Gerolstein, Hans Peter Böffgen, und die Bürgermeisterin der Stadt Gerolstein, Stefanie Lorisch, zu einer Besichtigung der neuen Räume eingeladen. Wiedererkennbarkeit in Rheinland-Pfalz mit einheitlichem Design Das Fahrgastzentrum in Gerolstein ist seit Mittwoch, 4. Februar 2026, im neuen ein-heitlichen Design für den Vertrieb gestaltet, das seit Mitte 2025 für den ÖPNV in Rheinland-Pfalz eingesetzt wird. Es wurde vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität Rheinland-Pfalz gemeinsam mit den beiden rheinland-pfälzi-schen Aufgabenträgern im Nahverkehr – dem SPNV-Nord und dem Zweckverband Öf-fentlicher Personennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd (ZÖPNV RLP Süd) – entwickelt, um eine bessere Wiedererkennung und Orientierung für die Reisenden zu erreichen. Standort und Service Das Fahrgastzentrum in Gerolstein befindet sich in der Bahnhofstraße 4 im Bahnhofs-gebäude. Die Öffnungszeiten sind montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr und von 12:30 bis 16 Uhr. Zum Hintergrund Im letzten Jahr hatte der SPNV-Nord als Besteller und Organisator der Zugleistungen im Nahverkehr auf der Schiene im Norden von Rheinland-Pfalz Aufträge für Vertriebs-dienstleistungen neu vergeben, die an die Transdev Vertrieb GmbH gingen, die das wirtschaftlichste Angebot abgegeben hatte. Eine Übersicht über alle Fahrgastzentren in Rheinland-Pfalz sowie Kontakt- und Ser-viceangebote bietet die Webseite der neuen rheinland-pfälzischen Mobilitätsmarke moveRLP unter www.move-rlp.de/service-kontakt. Pressemeldung Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord |
Sachsen/Thüringen: Kappung länderübergreifender Regionalzüge gefährdet Verkehrsverlagerung auf die SchieneErschienen am: 10.02.2026 /Quelle: LOK Report – Aus den Ländern Zur zum Fahrplanwechsel erfolgten Kappung der Regionalbahnlinie Eisenach – Leipzig (RB 20) in Naumburg und weiteren drohenden Verschlechterungen im Regionalverkehr erklärt der Fahrgastverband PRO BAHN Thüringen: “Mit großer Sorge sehen wir die zum Fahrplanwechsel erfolgte Kappung der bisher umsteigefreien Verbindung Eisenach – Leipzig. Damit setzt sich eine Entwicklung fort, bei der immer mehr umsteigefreie überregionale Verbindungen unterbrochen werden. Bereits 2023 wurden die Regionalexpress(RE)-Linie Nürnberg – Leipzig in Saalfeld unterbrochen und die RE-Linie Jena – Halle eingestellt. Mit dem aktuellen Fahrplanwechsel wurde neben der Brechung der RB 20 Eisenach – Leipzig auch die umsteigefreie RE-Verbindung Erfurt – Kassel aufgegeben. In den nächsten Jahren drohen weitere Kappungen: Aktuelle Ausschreibungen des Landes sehen die Brechung der heute noch umsteigefreien RE-Verbindungen Göttingen – Glauchau und Erfurt – Würzburg vor. Auf diesen Strecken, die nach der Wende noch als “Musterstrecken im Schienenpersonennahverkehr” mit erheblichem Aufwand für Neigetechnik ausgebaut wurden, müssen Fahrgäste künftig durch Umstiege und langsamere Fahrzeiten mit teils signifikanten Verschlechterungen rechnen. Hinsichtlich Reisegeschwindigkeit und Umsteigefreiheit zeichnet sich im Regionalverkehr damit eine Rückwärtsentwicklung ab, die dem Ziel, mehr Verkehr auf die Schiene zu verlagern, entgegenläuft. Sie ist doppelt schädlich, weil sie mit dem Rückzug des Fernverkehrs aus der Fläche zusammenfällt. Gerade dort, wo der Fernverkehr sich zurückgezogen hat, müsste der Regionalverkehr ausgebaut, beschleunigt und gestärkt werden – statt ausgedünnt, verlangsamt und in immer kürzere Linienabschnitte zerschnitten zu werden. Der Fahrgastverband PRO BAHN Thüringen erwartet vom Land Thüringen fokussierte und nachhaltige Bemühungen, umsteigefreie, länderübergreifende Regionalverbindungen zu erhalten, zu beschleunigen und auszubauen, statt sie zurückzufahren. Dies gilt insbesondere auf de… Zur zum Fahrplanwechsel erfolgten Kappung der Regionalbahnlinie Eisenach – Leipzig (RB 20) in Naumburg und weiteren drohenden Verschlechterungen im Regionalverkehr erklärt der Fahrgastverband PRO BAHN Thüringen: “Mit großer Sorge sehen wir die zum Fahrplanwechsel erfolgte Kappung der bisher umsteigefreien Verbindung Eisenach – Leipzig. Damit setzt sich eine Entwicklung fort, bei der immer mehr umsteigefreie überregionale Verbindungen unterbrochen werden. Bereits 2023 wurden die Regionalexpress(RE)-Linie Nürnberg – Leipzig in Saalfeld unterbrochen und die RE-Linie Jena – Halle eingestellt. Mit dem aktuellen Fahrplanwechsel wurde neben der Brechung der RB 20 Eisenach – Leipzig auch die umsteigefreie RE-Verbindung Erfurt – Kassel aufgegeben. In den nächsten Jahren drohen weitere Kappungen: Aktuelle Ausschreibungen des Landes sehen die Brechung der heute noch umsteigefreien RE-Verbindungen Göttingen – Glauchau und Erfurt – Würzburg vor. Auf diesen Strecken, die nach der Wende noch als “Musterstrecken im Schienenpersonennahverkehr” mit erheblichem Aufwand für Neigetechnik ausgebaut wurden, müssen Fahrgäste künftig durch Umstiege und langsamere Fahrzeiten mit teils signifikanten Verschlechterungen rechnen. Hinsichtlich Reisegeschwindigkeit und Umsteigefreiheit zeichnet sich im Regionalverkehr damit eine Rückwärtsentwicklung ab, die dem Ziel, mehr Verkehr auf die Schiene zu verlagern, entgegenläuft. Sie ist doppelt schädlich, weil sie mit dem Rückzug des Fernverkehrs aus der Fläche zusammenfällt. Gerade dort, wo der Fernverkehr sich zurückgezogen hat, müsste der Regionalverkehr ausgebaut, beschleunigt und gestärkt werden – statt ausgedünnt, verlangsamt und in immer kürzere Linienabschnitte zerschnitten zu werden. Der Fahrgastverband PRO BAHN Thüringen erwartet vom Land Thüringen fokussierte und nachhaltige Bemühungen, umsteigefreie, länderübergreifende Regionalverbindungen zu erhalten, zu beschleunigen und auszubauen, statt sie zurückzufahren. Dies gilt insbesondere auf den Strecken, auf denen der Regionalverkehr die Aufgaben des Fernverkehrs übernehmen muss. Im Interesse der Fahrgäste muss dies die Richtschnur für den nächsten Nahverkehrsplan des Landes sein, der 2028 in Kraft tritt. Hier braucht es klare politische Prioritäten, eine entsprechende Ausgestaltung der Verkehrsverträge und eine aktive Rolle des Landes in der Abstimmung mit den Nachbarländern und deren Aufgabenträgern.” Pressemeldung Fahrgastverband PRO BAHN |
NRW: DB Vertrieb erhält Auftrag zu SPNV-Vertriebsdienstleistungen im NWL-GebietErschienen am: 10.02.2026 /Quelle: LOK Report – Aus den Ländern Der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) hat im Amtsblatt der Europäischen Union die Vergabe der SPNV-Vertriebsdienstleistungen im Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) an die DB Vertrieb GmbH bekannt gegeben (95910-2026). Es handelt sich um die Vergabe von Vertriebsdienstleistungen für den SPNV im Verbandsgebiet des NWL über eine Laufzeit von 8 Jahren mit einer einmaligen Verlängerungsoption über 1 Jahr in den Bereichen: • Personenbedienter Verkauf in Form von Kundencentern und Verkaufsstellen • Stationäre Fahrausweisautomaten (FAA) nebst optional Fahrausweisentwerter (FAE) sowie • Persönliche Informations-Assistenten (PIA). Die Anzahl der eingegangenen Angebote oder Teilnahmeanträge betrug 2. Datum des Vertragsabschlusses war der 09/01/2026. Quelle EU-Amtsblatt… Der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) hat im Amtsblatt der Europäischen Union die Vergabe der SPNV-Vertriebsdienstleistungen im Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) an die DB Vertrieb GmbH bekannt gegeben (95910-2026). Es handelt sich um die Vergabe von Vertriebsdienstleistungen für den SPNV im Verbandsgebiet des NWL über eine Laufzeit von 8 Jahren mit einer einmaligen Verlängerungsoption über 1 Jahr in den Bereichen: • Personenbedienter Verkauf in Form von Kundencentern und Verkaufsstellen Die Anzahl der eingegangenen Angebote oder Teilnahmeanträge betrug 2. Datum des Vertragsabschlusses war der 09/01/2026. Quelle EU-Amtsblatt |



















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